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Das verlorene Jahr

Wir haben gewartet. Wir haben gehofft. Wir wollten doch nur spielen. Doch nun steht die Handball-Saison 2020/21 vor dem endgültigen Abbruch. Das Zeitfenster für die Amateurligen schließt, die für wenige Wochen im letzten Herbst ins Risiko geborene Spielzeit wird wohl in den Schredder wandern und aus den Büchern gestrichen.

Damit setzt sich konsequent eine ziemlich einmalige Phase in der Geschichte des Amateursports fort, die vor knapp einem Jahr begann. Am 8. März 2020 endete die Saison 2019/2020 aufgrund der damals knackfrischen Corona-Pandemie. Immerhin waren 70% der Saison absolviert, die Spielzeit konnte wenigstens, per Quotientenregelung, offiziell gewertet werden.

Was folgte, war wohl für alle Handballer eine ungewöhnliche Phase, die viel Flexibilität erforderte. (Vollkontakt-)Sport auf Bewährung. Erst im Grünen, dann ab Juli wieder in der Halle. Ein Hygienekonzept jagte das nächste, Behörden, Verbände und Vereine versuchten die Rahmenbedingungen für eine Saison unter dem Corona-Banner zu stemmen, die Anfang September tatsächlich auch startete.

Bis zum 11. Oktober. Dann war es schon wieder vorbei. Die 7-Tage-Inzidenz stieg über die magische 50er-Marke, den Amateur-Ligen sämtlicher Mannschaftssportarten wurde in kurzer Folge eine Auszeit verordnet. Die bis heute andauert. Unsere D-, B-und A-Jugend sowie die drei Herrenteams hatten bis zu diesem Stichtag zwischen drei und sechs Spieltagen absolviert.

Anfang Dezember entwarf der Handballverband Niederrhein Szenarien, wie die Saison 20/21 zu einem wertbaren und einigermaßen fairen Ende geführt werden könnte. Der Stichtag für das spätmöglichste Szenario steht nun vor der Tür. Es sieht einen Trainingsbetrieb ab dem 15. Februar und Spiele ab Mitte März vor.

Wie wahrscheinlich es ist, dass in sieben Tagen die Hallen öffnen, soll nun jeder kurz für sich bewerten.

Der Verband zeigte sich nun vor wenigen Tagen auch realitätsnah. Sollte der Stichtag gerissen werden, „wird die Meisterschaftsrunde der Saison 2020/2021 im Seniorenbereich des HVN ohne Spielwertung für beendet erklärt. Es finden kein Auf- und kein Abstieg statt.“ Kurz zuvor wurde bereits in einem formellen Umlaufbeschluss (hieß das nicht Rundlauf?) die Annulierung der Jugendspielzeit besiegelt.

Immerhin haben die sechs Spiele der ersten Herren dann nie stattgefunden. Ist nicht alles schlecht.

Und bleibt nur: warten. Auf Lockerungen und Öffnungen, wenn es die Gesamtlage erlaubt. Dann kommen wieder die Konzepte. Und es wird wieder geplant. Dann für eine Saison 2021/22, die hoffentlich eine faire Chance erhält. Wenn diese startet, werden in 18 Monaten gerade mal eine handvoll Spieltage stattgefunden haben.

Bis dahin ist es noch eine lange Strecke, die eine gewisse Zähigkeit und Durchhaltevermögen erfordert. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, Mitspieler wie Gegner irgendwann wieder liebevoll anzubrüllen und zärtlich zu verwemsen. Man wird ja noch träumen dürfen.

Text / Photo: salz

 

 

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