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1. Herren: Einmal tief durchatmen

Dritter Saisonsieg, die direkte (Abstiegs-)Konkurrenz auf Abstand gehalten und überhaupt die ersten Auswärtspunkte seit Dezember 2018. Das reine Ergebnis des 21:20-Erfolges bei der HSG Alpen/Rheinberg ist durchweg positiv zu bewerten. Doch die 60 Minuten waren zäh, spielerisch sparsam und mit Verlaub nicht hübsch anzuschauen…

Die Mission der Gastgeber war eindeutig: Das einzige Team, das in den letzten Monaten noch weniger Punkte holte als wir (ein Kunststück), wollte unbedingt den ersten Saison-Sieg einfahren. Die Alpenberger präsentierten sich entsprechend motiviert und willensstark, zeigten vor allem in der Defensive hohen Einsatz.

Dies zeigte die gewünschte Wirkung, unser Angriff war auf lange Zeit, abgesehen von sporadisch gelungenen Einzelaktionen, komplett kaltgestellt. Doch auch unsere Deckung stand zunächst, in den ersten Minuten fielen nur wenige Treffer (5:4, 21. Minute).

Alpen/Rheinberg kam nun aber besser in Schwung, drückte auf die Nahstellen und fand auch den Weg zum Kreis. Da sich unser Offensivspiel nicht erholen sollte, rannten wir fortan einem kleinen, aber aufgrund der eigenen Torflaute signifikanten, Rückstand hinterher (9:5, 28.).

Auch nach dem Seitenwechsel sollten sich die Vorzeichen nicht ändern, die Anzahl der technischen Fehler auf dem Weg zum gegnerischen Tor blieb unverändert hoch (16:13, 45.).

Es machte sich schwer bemerkbar, dass sowohl Propanitz als auch das Kevin sich angeschlagen durch die Partie quälten und Victor mit Gipsbein auf der Tribüne rumgammelte. Direkt daneben saß Friedensnobelpreisträger Robert K., der bereits nach 16 Minuten mit einer (gerechtfertigten) roten Karte vom Feld musste.

Doch nach unzähligen Wechseln fanden wir nun endlich eine funktionierende Restformation und die Perspektive, wir schon in der Vorwoche das Spiel in der Schlussphase zu drehen.

Vor allem die linke Angriffsseite, besetzt mit Flo und Dyxie, strahlte nun die nötige Sicherheit in Aufbau und Abschluss aus. Die Folge: ein dringend benötigter 5:0-Lauf (16:18, 53.). In der unstrukturierten Schlussphase bewiesen wir dieses Mal die bessere Übersicht, brachten den knappen Vorsprung glücklich ins Ziel.

Was bleibt ist eine selbst für unsere Verhältnisse unterdurchschnittliche Leistung. Die Gastgeber hatten die Partie im Griff und den Ausgang selbst in der Hand, scheiterten aber in der entscheidenden Phase an den eigenen Nerven und der insgesamt schlechten Trefferquote (u.a. sechs verscheuerte Strafwürfe).

Jetzt heißt es einfach: Tief durchatmen, Ergebnis mitnehmen und das Spiel abhaken. Die aktuelle Verletztenmisere schleppen wir jetzt ausgerechnet mit zu den schweren Auswärtsspielen in Schermbeck und Dingden. Doch angesichts der nun erfüllten Pflichtaufgaben lassen sich die dräuenden Enttäuschungen besser verkraften.

Torschützen: Vanek 10/4, Dyx 3, Pfeiffer 2, S. Kolassa 1, Vook 1, Panitz 1, Knapp 1, Kanschat 1, Dewald 1

Text: salz

Foto: Beyer

 

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