Bereits zum 19. Mal werden Grundschülerinnen und Grundschüler der vierten Klassen aus Moerser Grundschulen im Rahmen des gemeinsamen Schulprojekts des Gymnasiums Adolfinum und des Moerser SC an den Volleyballsport herangeführt. Rund 70 Kinder aus zehn Grundschulen nehmen in diesem Schuljahr an dem Projekt teil, das seit seiner Gründung ein fester Bestandteil der sportlichen Förderung in Moers ist. Nach einer pandemiebedingten Unterbrechung sind die Verantwortlichen besonders stolz, das Projekt wieder aufnehmen zu können.
„Die Corona-Pandemie hat uns gezwungen, das Projekt vorübergehend auszusetzen. Umso mehr freut es uns, dass wir trotz anhaltender Schwierigkeiten, insbesondere im Bereich der Hallenzeiten, weitermachen können“, erklärt Martin Schattenberg, Sportlehrer am Adolfinum und Initiator des Projekts. Seit der Coronapandemie findet das Training in der Sporthalle des Adolfinum statt, da die Nutzung der einzelnen Grundschulhallen nicht mehr möglich ist. „Der Weg ist für viele Kinder, die aus ganz Moers kommen, nun schwieriger. Gerade deshalb sind wir begeistert von der regen Teilnahme und dem Engagement der Kinder“, so Schattenberg weiter.
Mittwochs von 16:00 bis 17:30 Uhr erlernen die Kinder die Grundtechniken des Volleyballs unter der Leitung von Tom Weber und Martin Schattenberg. Beide verfügen über langjährige Erfahrung als Bundesligaspieler und -trainer des MSC und bringen diese Expertise nun als Lehrer am Adolfinum ein. Unterstützt werden sie von engagierten Helfern: Schülerinnen und Schüler aus dem Q2-Sportkurs von Schattenberg (Svea Langer, Liv Berns, Chantal Merkel und Jonas Frankenbusch) sowie die MSC-Jugendspieler Timo Bernoth und Oscar Kurella stehen den beiden Coaches tatkräftig zur Seite.
Das Training beginnt mit einer allgemeinen Ballgewöhnung und Übungen zur Koordination, bevor die Kinder die Grundtechniken wie oberes und unteres Zuspiel sowie den Aufschlag erlernen. Nach einigen Monaten sollen sie spielfähig sein und können beim traditionellen „Adler Sparkassen Cup“ in kleinen Teams im Modus „drei gegen drei“ das Gelernte präsentieren. Dieses Turnier, das Mitte Februar 2025 stattfinden wird, ist der Höhepunkt der Ausbildung. Besonders talentierte Kinder erhalten danach die Möglichkeit, in einer Besten-Gruppe beim MSC weiter zu trainieren und später am Spielbetrieb des Westdeutschen Volleyball-Verbands teilzunehmen.
Eine weitere Änderung nach der Corona-Pause ist die Zusammenlegung von Jungen und Mädchen im Training. Dieser Schritt soll nicht nur die Organisation erleichtern, sondern auch das Miteinander fördern. „Die gemeinsame Teilnahme zeigt, wie gut Volleyball dazu geeignet ist, alle Kinder gleichermaßen zu begeistern und ihre Fähigkeiten zu fördern“, betont Schattenberg.
Das Projekt lebt von der engen Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein. Das Gymnasium Adolfinum, an dem Volleyball als Schwerpunktsportart etabliert ist, bietet die ideale Grundlage dafür. Neben dem Schulprojekt gibt es eine Volleyball-AG in der 5. Klasse und ein Drehtürmodell für besonders talentierte Schülerinnen und Schüler. „Die Unterstützung von Schulleiter Thorsten Klag und die Einbindung in den Schulalltag sind essenziell für den Erfolg des Projekts“, sagt Schattenberg.
Für die beteiligten Grundschulen – darunter die Eschenburgschule, Gebrüder-Grimm-Schule, Waldschule, Adolf-Reichwein-Schule, GS Hülsdonk, Eichendorffschule, Astrid-Lindgren-Schule, Regenbogenschule, GS Eick, St.-Marien-Schule und Dorsterfeldschule – bietet das Projekt eine wertvolle Möglichkeit, Kinder frühzeitig für Sport zu begeistern.
„Wir sind glücklich, dass fast alle Schulen von Anfang an dabei sind und das Projekt aktiv unterstützen. Das zeigt, wie wichtig diese Initiative für die sportliche Förderung in Moers ist“, so Schattenberg abschließend.
Die Kombination aus sportlicher Ausbildung, Teamgeist und Spaß macht das Grundschulprojekt zu einem echten Erfolg – und vielleicht beginnt hier die Volleyballkarriere der nächsten Generation.