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Ohne den „Tisch“ geht gar nichts ...

Frank, Finja und Wolfgang garantieren reibungslose Abläufe

Noch vor wenigen Jahren brachten die Schiedsrichter zu ihren Einsätzen ihre Pfeife und ihren Schiri-Ausweis mit, der Ausrichter sorgte für einen Tisch mit Stuhl sowie einen Anschreibeblock mit Kohlepapier und einen Kugelschreiber. Der Anschreiber bediente gelegentlich noch die Zähltafel ... und schickte dann nach dem Spiel den Spielberichtsbogen an den Staffelleiter. Ein paar Tage später kam dann das Rundschreiben vom Staffelleiter mit den neuesten Daten ...

Das sieht heute ganz anders aus – da sorgt eine digitale Infrastruktur für den ordnungsgemäßen Ablauf eines Events ... und für ein umfangreiches Gesamtprotokoll des Spieltages. Für die Datenerfassung sorgt beim MSC das „Trio am Tisch“: Frank Kösters, Wolfgang Wagner und Finja Kösters. Die Schiedsrichter arbeiten vor und während des Spiels mit einem Mini-Tablett. Das Spielprotokoll mit vielen Einzelheiten wird am Laptop erstellt und „geht“ sofort online, viele vorprogrammierte Details aus der VBL Zentrale werden integriert. 

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Alles im Griff ... und positiv - meint Frank Kösters

Alles digital ...

Voraussetzung für das gesamte Protokoll ist zum einen die Hardware, welche die Vereine anzuschaffen hatten ... und natürlich das SAMS-Infopaket (Sports Association Managment Software), mit dem sich die Helfer am Tisch vertraut machen mussten. So liegen dann auf dem Tisch zwei Laptops (einer aktiviert, ein anderer zur Reserve) sowie drei kleine Tabletts (zwei aktiviert, einer in Reserve), welche den 1. und 2. Schiedsrichter „auf dem Laufenden“ halten. Zum Dienstbeginn muss man sich einloggen – dann nehmen die Dinge ihren Lauf. Kurz nach Spielende ist das Spielprotokoll mit MVP´s, Anzahl der Zuschauer auf der VBL Seite zu finden.

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Zwei Teams, zwei Aufgaben: Wolfgang Wagner mit Frank Kösters ... und das Schiesdrichterduo Thomas Kirn mit Vladimir Janjevic

Bei den Tabletts gibt es dann gelegentlich „Hänger“, weiß Frank Kösters, der sich mit Wolfgang Wagner bei der Bedienung des aktivierten Laptops ablöst. Die gesamte Datenmenge geht nämlich aus dem ENNI per Kabel zunächst live an die VBL Zentrale, von da aus werden dann einzelnen Daten (Punktstand, Spielerwechsel, Aufstellungen, Auszeiten Rotationen etc.) an die Tabletts der Schiris zurückgeschickt. Gleichzeitig wird der Liveticker auf der VBL Seite versorgt. Kleine Verzögerungen (wenn die Anzeigen auf dem Laptop und den Tabletts nicht kongruent sind) können hier zumindest für Irritationen sorgen. „Manchmal läuft die Software auf den Tablets nicht rund“, vermutet Wolfgang Wagner, „dann muss man mit einem Wischer über das Tablet nachhelfen oder direkt mit den Schiris Kontakt aufnehmen.“

„Hänger“ passieren schon mal

Wie kommt man an eine solch verantwortungsvolle Aufgabe? „Ich habe schon vor der digitalen Erfassung öfter mal bei Jugendspielen angeschrieben, als dann die Digitalisierung kam, habe ich weitergemacht. Wolfgang hat mich gut angelernt, da man für den Umgang schon etwas Übung braucht“ sagt Frank „Franky“ Kösters. Musste man da nicht einen Lehrgang absolvieren? „Über das SAMS Infopaket bekommt man jede Menge Hinweise, kann die Abläufe bei einem fiktiven Spiel trainieren,“ weiß Wolfgang Wagner, der auch schon im Bereich Anschreiben lange „manuell“ für den MSC tätig ist – seit ca. 12 Jahren. Sein „Dienst“ begann, als der Sohn in der MSC Jugend seine Volleyballkarriere startete. Luca Wagner spielte in mehreren Aufgeboten beim Moerser SC ... spielt jetzt in der Oberliga und gehört als echter Allrounder zum Backup für die Herren 1.

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Gelegentlich hat Finja Kösters Unterstützung durch eine Mannschaftskameradin - hier Laura Woeste

Belohnung: ein Platz in der ersten Reihe!

Und wie sieht das mit der Belastung aus? „Ich mach das gerne,“ so Frank Kösters und findet dabei Unterstützung von Wolfgang Wagner. „Wir sitzen hier immerhin in der ersten Reihe, so nah am Geschehen ist niemand,“ meint Wolfgang Wagner. „Manchmal sehen wir die Situation anders als die Schiedsrichter“, so Frank Kösters, „unsere Perspektive – wir sitzen ja – ist nicht so ideal für Bälle, die weit weg über die Linie huschen. Das sieht der Schiri hoch auf dem Bock deutlich besser als wir.“

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Frank und Wolfgang: einer manuell, einer digital ...

Für Finja Kösters, die für die elektronische Anzeigetafel zuständig ist, ist die Nähe zum Spiel „toll“. Finja spielt in der wU16, hat auch schon eine Karriere als „Quickmopper“ hinter sich, und findet es gut, wenn lange harte Ballwechsel zu sehen sind. Nur „Aufschlag, Angriff und bumm ist auf Dauer nicht so interessant,“ meint Finja. Sie muss aufpassen, dass der Zählstand auf der Anzeigetafel immer mit dem Stand auf dem Laptop übereinstimmt. Zweimal pro Satz kann sie „so richtig Krach“ machen, wenn sie per Hupe die technische Auszeit ankündigt.

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Frank Kösters - zwischendurch mal ein Streichler für ein Tablett ...

Alles ohne Pannen

Größere Pannen hat es bislang nicht gegeben, die Kontakte mit den Schiedsrichtern sind angenehm: „Die machen ihren Job und haben ihre Routine. Der eine oder andere ist da etwas penibel. Muss aber sein,“ meint Kösters. (Zu Beginn gab es mal Schwierigkeiten mit der Eintragung der Liberos. Bei der VBL muss ein Libero nominiert werden. Will der Trainer vor einem Spiel umdisponieren, dann geht das nur über eine „Verletzung“ des alten Liberos. )

Netzausfälle hat es bislang nicht gegeben. Wenn bei großen Spielen mehrere Journalisten auftauchen und auch über die Fritz-Box gehen ... und evtl. große Daten (Bilder etc.) verschicken, kann es schon mal (s.o.) zu Aussetzern kommen. Die Schiedsrichter müssen sich vor Beginn eines jeden Spieles davon überzeugen, dass bei Netzausfall oder Störung im online-Bereich ein Ersatz-Anschreibebogen bereit liegt. 

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Game over - Brigitte Heisig sammelt die MVP Nominierungen - Finja Kösters und Laura Woeste haben fertig :-)

Im Falle eines Falles gibt´s eine Charme-Offensive

Der Anschreibebogen liegt dann, wie in der guten alten Zeit, in einer „Notfallkiste“, in welchem auch das weitere „Handwerkszeug“ für die Schiedsrichter untergebracht ist: Zollstock für die Netzhöhe, Ballpumpe, Kontrollgerät für den richtigen Luftdruck, Kugelschreiber, Schiripfeife für alle Fälle etc. pp. Die Notfallkiste wird auch von den Schiedsrichtern kontrolliert, gelegentlich wird ein Spielbeobachter von der VBL bzw. vom WVV zur Kontrolle vorbeigeschickt der nimmt dann auch noch am Tisch platz. Sollte etwas nicht stimmen, kommt beim MSC die Charme-Offensive zum Einsatz: Nele Kösters schreitet ein :-)

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Nele Kösters im Einsatz - WVV Beauftragter Stephan Holländer in Versuchung ...

In der Vorweihnachtszeit gibt es auch „Material“ für besondere „Notfälle“ – für die Brigitte Heisig (mit Team-Manager Hans-Peter Heisig) zuständig ist: Plätzchen oder Kuchen, Gummibärchen oder Marzipan für die Tischbesatzung. „Ich finde, sowas müsste jedes Mal bei der Grundausrüstung mit dabei sein,“ meint Finja Kösters.

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