Volksbanken Niederrhein

H2: Unentschieden - aber gewonnen!

Gegen die SG Duisburg passte einiges nicht ...

Vor großem Publikum (die Halle musste kurz vor Spielbeginn wg. Corona-Limit geschlossen werden!) gastierte der MSC II mit großem Aufgebot bei der SG Duisburg – und wäre fast gescheitert. Die SG aufopferungsvoll und mit Herz – zögert aber zweimal in der Endphase. Das MSC-Team besetzt nun nach drei Spieltagen Platz zwei in der Oberliga.

Coach Lukas Schattenberg – in Vertretung von Trainer Martin Schattenberg – hatte zunächst Fabio Bertea (Z), Luca Wagner (D), Tim Ihde/Marc Piskun (MB) sowie Nick Wolschendorf und Ahmed Jemour (AA) nominiert. Auf die Liberoposition zurückgekehrt Yannick Kugel.

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Yannick Kugel musste wieder auf die Liberoposition ...

In der Schlussphase gewackelt

Von Beginn an eine ganz heiße Auseinandersetzung: nach 2-0 Führung und einer immens langen Rallye gelingt Ahmed Jemour ein „gezielter Pritscher“ in die SG-Feldmitte zum 3-0. Über 6-2 zur 7-4 Führung. Die SG Duisburg einsatzfreudig, wehrt sich, bringt zwei Angriffe durch und 7-7. Moers erweitert mit erfolgreichem Angriff von Ahmed Jemour zum 12-8. Dann wackelt die Moerser Annahme – Einstand bei 12 und Auszeit von Coach Schattenberg. Die SG serviert zum 13-12 ins Netz – aber dann zerlegt Arne Moormann mit drei Aufschlagkrachern in Folge die Moerser Annahme: 13-16. Bei 17 wieder Einstand – und SG-Trainer Markus Moormann (Hausherr!) abgelenkt: er eilt über das Spielfeld um vier Zuschauer mit nicht erlaubtem Eintritt der Halle zu verweisen. Moers mit Angriff ins Aus, dann in den Block – und Moers läuft weiter hinterher: 16-19. Niklas Mülders kommt ins Spiel, Wolschendorf und Wagner punkten und bei 20-21 wieder alles offen. Ein Moerser Angriff scheitert zum 20-23, dann 21-24 und der Schiedsrichter entscheidet den Satz mit einem Technik-Fehler. Höchst fragwürdig.

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Piskun/Wolschendorf-Block

Coach Schattenberg verzichtet auf Spielerwechsel

Zunächst nach 3-0 Führung wieder Einstand, dann aber mit Wagner- und Mülders- Angriff und einem weiteren „Drop“ von Wagner zur 8-5 Führung. Im 2. Drittel das MSC-Team gut dabei mit einer 11-6 Führung – die SG Duisburg nimmt nach drei Angriffsfehlern eine Auszeit. Bei 12-7 entscheidet der Schiedsrichter auf einen weiteren Technikfehler gegen Moers, nach Angriff in den Block Auszeit von Moers bei 14-10 Führung ... die am Ende des 2. Drittels nach zwei weiteren Angriffsfehlern auf 16-15 herunterschmilzt. Wiederum ganz heiße Schlussphase: bei 19-17 noch knappe MSC-Führung, bei 20 Einstand nach SG-Aufschlagerfolg und einem dezenten Lob in die Moerser Mitte. Danach serviert die SG stark, Moers mit Aufschlagfehler und einer Annahmepanne – und schließlich bestraft der Schiedsrichter das MSC Team am Ende erneut mit einem Technikfehler. Trockener Kommentar von Ex-Adler Tom Hikel: „Der Schiedsrichter hält seine Linie nicht, ist nicht konsequent – das sind Sachen dabei, die in der Bundesliga nicht abgepfiffen würden.“ Das MSC-Team hat einen Punkt verloren – mindestens.

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Fabio Bertea in der Startaufstellung ...

Die Wende mit Wagner

Im 3. Durchgang Moers früh mit 3-5 hinten, dann fehlt die Angriffssicherung und ein weiter SG-Lob führt zum 4-8. Auszeit Moers ... und Coach Schattenberg folgt einer Anregung von Luca Wagner: Wagner übernimmt das Zuspiel, Bertea geht und macht Platz für Ahmed Jemour auf der Diagonalen. Zunächst keine wesentliche Änderung im Spielgeschehen, doch dann holt Moers stückweise auf und egalisiert bei 15 – muss dann aber das 15-17 hinnehmen ... und nach weiteren Fehlern scheint bei 16-20 die Messe gelesen. Dann die SG erneut (insgesamt sechs in diesem Satz) mit Aufschlagfehler, aber Moers weiter mit vier Punkten Rückstand bei 18-22 ... und eine gelbe Karte für Coach Schattenberg, der mit Recht eine weitere seltsame Schiedsrichterentscheidung moniert. Dann dreht Nick Wolschendorf auf, macht Punkt 19 und  nach Aufschlag von Ihde (20) auch Punkt 21 von Nick Wolschendorf. Auszeit der SG bei 21-23. Dann wieder Wolschendorf, der ein Finte vom SG-Zuspieler zum 22-23 abgreift. Danach Rumeln entnervt ins Aus und bei 23-23 erneut Auszeit. Mark Piskun markiert das 24-23 ... aber der folgende Moerser Aufschlag segelt gegen die Hallenwand. Wieder sorgt Nick Wolschendorf für die „richtige Richtung“ und markiert Punkt 25. Danach „übersieht“ die SG einen Moerser Block, hämmert rein, Drama beendet ... soeben noch die Kurve gekriegt!

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Niklas Mölders und Yannick Kugel bei der Annahme ...

Der vierte Satz – fast voraussehbar nach der Dramaturgie im 3. Durchgang – geht an das Moerser Team. Bei der SG lassen ein wenig die Kräfte nach, die Fehlerquote etwas höher als beim MSC-Team, wo jetzt der Zuspielerwechsel belohnt wird: die Angriffe über Außen jetzt erfolgreicher. Dennoch bleibt die SG gefährlich, weiter kämpferisch stark ...

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Nick Wolschendorf ... ruhig bleiben, konzentrieren, fokussieren ... Durchgang drei retten.

Im 5. Satz dann noch einmal ein Drama bis in die Verlängerung – der MSC nicht deutlich besser, die SG weiterhin engagiert ... aber auch mit einer etwas höherer Fehlerquote. Die Entscheidung hauchdünn: Ballverhältnis nach dem Ende der Partie bei 110:110 – damit ist fast alles gesagt. Der Punkt für die Gastgeber hoch verdient: Volleyball engagiert vorgetragen, gegen ein Moerser Team, dass vom Schiedsrichter wahrlich nicht begünstigt wurde. Für die Zuschauer ein packendes Drama.

Stimmen

Coach Lukas Schattenberg: „Das war ein sehr emotionales Spiel – die Jungs haben das wirklich gut gelöst. Am Ende haben wir besser aufgeschlagen und konnten unser Angriffsspiel besser aufziehen. Luca hat wieder einmal bewiesen, dass er eine universelle Waffe ist.“

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Erleichterung und Jubel bei den Coaches und beim Kapitän der H2 ...

Detlef Dawel: „Äußerst knapp, aber ab dem 3. Satz gab es wieder ein Team bei Moers und auch im 5. Satz wieder richtig Stimmung auf dem Feld. Letztlich hatten wir nach Luca im Zuspiel wieder bessere Karten. Den Rumelner Linkshänder haben unsere Jungs nicht so richtig in den Griff bekommen, aber der Sieg kam, nachdem André (Illmer) als 3:2 Sieger vom H3-Spiel kam und im 3. Satz mitcoachte.“

Luca Wagner: „Wir wussten schon vorher, dass es ein schwieriges Spiel wird. Da ich mit meiner Leistung auf Diagonal überhaupt nicht zufrieden war, habe ich mit Lukas abgesprochen, dass ich auf die Zuspielposition wechsele ... und somit hatten wir dann mit Nick, Niklas und Ahmed drei starke Angreifer auf der Außenposition. Dieser Wechsel hat dann auch die Wende gebracht, da wir uns immer wieder über Außen durchsetzen konnten. Ein weiterer schwieriger Faktor war der Schiri, der uns mit einer Reihe von Fehlentscheidungen besonders genervt hat - aber immerhin hat er auf beiden Seiten schlecht gepfiffen ...!“

Das MSC Aufgebot: Fabio Bertea, Henrik Dawel, Julian Mattern, Timo Moysig, Niklas Mülders, Tim Ihde, Ahmed Jemour, Yannick Kugel, Marc Piskun, Clemens Spoo, Luca Wagner, Nick Wolschendorf, Coaches: Lukas Schattenberg, André Illmer

Das Ergebnis: SG Duisburg vs. Moerser SC II   2:3,25-21-22,24-26,22-25,14-16 (110-110)

 

Herren 3

Nach zwei glatten 0:3 Niederlagen der neu formierten Herren III in der Landesliga gab es nun mit Coach André Illmer einen ersten Sieg: gegen die bislang ebenfalls sieglose SG Krefeld-Verberg holten sich die Youngster einen 3:2 Erfolg ... und geben damit erst einmal die „rote Laterne“ ab.

Moerser SC vs. SG Krefeld-Verberg   3:2,23-25,25-18,20-25,25-16,15-9

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