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Am Ende der Seidenstraße: Volleyball aus Moers!

MSC Mädchen spielten in Duisburg gegen eine Shanghai-Stadtauswahl

Shanghai hat einen riesigen Hafen, Duisburg hat einen riesigen Hafen – beide Städte sind durch die „neue“ Seidenstraße zwischen China und Europa verbunden und pflegen einen intensiven Austausch. Auch im Bereich Sport: so war vor wenigen Tagen (vom 22. Juli bis 1. August) eine ganz junge Stadtauswahl von Shanghai für 10 Tage in der Sportschule Wedau (WFV Heim) zu Gast – und wollte intensiv Volleyball spielen. Im letzten Jahr war ein Fußball Stadtauswahl zu Gast an der Wedau. Die Finanzierung der Reise bzw. des Aufenthaltes leistete die chinesische Regierung.

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„Intensiver Volleyball“ ist aber derzeit in Duisburg kaum möglich, da die große Volleyballtradition in Duisburg fast erloschen ist und im Jugendbereich (Mädchen 13 und 14 Jahre alt, Jungen 15 und 16 Jahre alt) kaum Gegner vorhanden sind. Der für seine gute Jugendarbeit  bekannte Moerser SC, der in seinen Reihen auch Duisburger Kinder (u.a. Alicia und Mayomi Olikagu) hat, wurde angesprochen und konnten „liefern“.

Spektakuläre Ballwechsel

So trafen sich an zwei Tagen die Teams zu einem direkten Vergleich in der Dreifach-Halle der Sportschule Wedau. Am spektakulärsten das Aufeinandertreffen der Moerser Mädchen von Trainer Günter Krivec und der Shanghai-Auswahl. Bis auf eine Ausnahme alle Spielerinnen aus Shanghai einen Kopf kleiner als die langen MSC Mädchen – aber den MSC-Mädchen vor allem im technischen Bereich deutlich überlegen.

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So spielten die Mädchen aus Shanghai praktisch ohne Block am Netz und versuchten alle Angriffe mit ihrer Feldabwehr zu kontern – was den technisch gut ausgebildeten 12/13/14-jährigen auch bestens gelang. Vier Sätze beim ersten Vergleich – in welchem die Moerser Mädchen noch von den Ex-Adlern Yina und Jenny Liu im Zuspiel unterstützt wurden – gingen mehr oder weniger deutlich an die Gäste aus China. Eine ganze Reihe von spektakulären Aktionen zeigte die Klasse der Mädchen aus Shanghai, die aus verschiedenen Schulen zu einer Stadtauswahl zusammengestellt worden waren. 

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Die Technik machte den Unterschied

Für Trainer Günter Krivec eine Offenbarung. „Sensationell was die Mädchen auf die Reihe bekommen haben – meine Hochachtung. Wir haben aber stellenweise gut gekontert, waren im Block stark ... und hatten allerdings das Problem, dass wir mit einer Reihe von neuen Spielerinnen antreten mussten. Da gab es gelegentlich Probleme in der Abstimmung.“ In der Ferienmitte stand nicht das komplette MSC-Team zur Verfügung. Für die Mädchen gab es nach dem 1. Spiel eine schöne Belohnung: jede Spielerin erhielt eine kleine aber feine Briefmarkensammlung – Sondermarken, die sich mit der Historie der Stadt Shanghai befassen.

Auch die MSC-Jungen nicht komplett

Ähnlich die personelle Situation bei den MSC-Jungen, die von Trainerin Heike Paulsberg betreut wurden und ebenfalls „ihre liebe Not“ mit den Jungs aus Shanghai (U16) hatten. Auch hier gab es „zu-Null“ Spielergebnisse - allerdings die Situation eher ausgewogen. Trainerin Paulsberg musste aus Urlaubsgründen auf einige starke Spieler (U16 Bereich) verzichten, war aber einige Male nahe an einem Satzgewinn. Paulsberg: „Wir waren einige Male dicht dran – ich habe aber alle spielen lassen, auch meine U13ner.“

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Für MSC Trainer Krivec war das erste Spiel ein „toller Vergleich“, der gleich am folgenden Tag noch einmal wiederholt wurde. Kleines Handicap am Mittwoch: die pünktliche Anreise der Moerser/innen, die am frühen Abend feststellen mussten, dass 15.000 Zuschauer beim Spiel des MSV Duisburg (vs. Preußen Münster) Parkplätze brauchten ...

Weitere Eindrücke vom Event in der Photogalerie

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