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Derby wieder gewonnen !

In Geldern konnten die MSC Damen Rumeln erneut schlagen

Im wohl stärksten Spiel der Saison kamen die MSC Damen im „beliebten“ Derby gegen den Rumelner TV erneut zu einem Sieg. Erschwerte Verhältnisse für die „MSC-Girlz“: die Partie musste im „Ausland“ (in Geldern) ausgetragen werden und die MSC Damen waren ohne Trainer angereist. Dennoch kam es zu einer fulminanten Auftritt ...

„Kriegsrat“  vor der Partie mit allen Spielerinnen und danach folgende Startsechs auf dem Feld: Andrea Boeck (Z), Chiara Kugel (D), Ann-Sophie Schattenberg/Annkatrin Schmidt (AA), Jana Kleinheßeling/Lara Pütt (MB) und auf der Liberoposition Alina Schmidt. Vanessa Palenga (2. Libera) und Miriam Lohmann (Allround) zunächst draußen.

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Konzentration auf dem Spielfeld ...

Härte von Anfang an ...

Furioser Auftakt für das MSC-Team mit einer 5-0 Führung: Rumeln mit Fehlern oder harmlosen Angriffen, die MSC-Abwehr gut dabei und alle Konter mit voller Härte. Auch der Aufschlag ist gut: Annkatrin Schmidt und Jana Kleinheßeling servieren hart, das Team bleibt konzentriert. Angriffs-Hammer von Chiara Kugel aus dem Hinterfeld und 14-8 Führung. Der Druck bleibt – Ann-Sophie Schattenberg mit Härte zum 19-13. Ein Angriffsfehler, zwei harmlose Angriffe und Rumelner Konter folgen zum 19-16. Auszeit Moers – und gleich danach der nächste Knaller von Annkatrin Schmidt zum 20-16. Dann eine leichte Abwehr kaputt, eine Annahme falsch, ein Angriff in den Block und nur noch 20-19. Rumeln am Drücker – aber es folgt ein Rumelner Fehler, Punkt 22 von Lara Pütt aus der Mitte und Auszeit von Rumeln bei 22-19. Es wird jetzt richtig spannend: Rumeln landet einen Netzroller-Angriff, eine schwache Moerser Annahme und plötzlich Einstand bei 22. Auszeit Moers. Bei 23-23 ein harter Moerser Angriff knapp ins Aus – Rumeln schenkt“ einen Aufschlagfehler zum 24-24 ... doch nach einem Moerser Annahmefehler geht der Satz an das Rumelner Team. Lange deutlich geführt, am Ende abgefangen - folgt jetzt der Einbruch?

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... und bei der Arbeit am Netz.

Satz verloren – ja und !?

Risiko und Fehler bleiben auch im 2. Durchgang: bei 2-2 schon drei Aufschlagfehler. Das MSC-Team denkt nicht daran, Härte und Druck herausnehmen. Nach 4-4 mit zwei Aufschlaghämmern von Chiara Kugel zur 7-4 Führung. Rumeln mit Angriffsfehler – nach einem weiteren Aufschlaghammer von Chiara Kugel 9-4 für Moers und Auszeit von Rumeln. Weiterhin offener Schlagabtausch zwischen beiden Teams: Rumeln immer wieder gefährlich über die Mitte (Viktoria Klein), Moers immer wieder mit harten Kontern – AnnKatrin Schmidt und Ann-Sophie Schattenberg von Außen und aus dem Hinterfeld. Bis 20-15 verwaltet das MSC-Team den 5-Punkte-Abstand, Jana Kleinheßeling´s Aufschlag bringt Punkt 21, Annkatrin Schmidt macht Punkt 22 und Lara Pütt hämmert Punkt 24 aus der Mitte ins Rumelner Feld. Auszeit Rumeln – ein Ass von Annkatrin Schmidt beendet den Satz. 

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Gleich schlägt´s 13 - Ann-Sophie Schattenberg macht Druck mit dem Aufschlag

MSC weiter mit „pressing“

Es bleibt bei einem Kopf-an-Kopf Rennen. Bis 8-8 mehr oder weniger ausgeglichen (bei 4-7 kurze Auszeit von Moers), im 2. Drittel gewinnt das MSC-Team langsam wieder die Oberhand. Bei 10-10 lobt Lara Pütt zum 11-10, Lara macht auch Punkt 13, Ann-Sophie Schattenberg sorgt für eine 4-Punkte-Führung und Auszeit Rumeln. Der Bann ist gebrochen. Aber Rumeln wehrt sich – doch die MSC-Abwehr hält Stand. Genialer „Pritscher“ von Jana Kleinheßeling lang nach hinten in die Rumelner Ecke zum 20-16, direkt danach Ann-Sophie Schattenberg wieder knallhart zum 21-16. Chiara Kugel legt mit zwei harten Aufschlägen zum 23-16 nach – und Ann-Sophie Schattenberg sorgt mit einem gefühlvollen Lob für den Satzball bei 24-17. Dann der MSC etwas schwächer, bei 24-21 ein seltenes Mißverständnis und Auszeit vom MSC-Team. Direkt danach aber Schluß.

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Chiara Kugel - keine Randerscheinung, sondern nach einer Abwehraktion am Rande gelandet.

Der 4. Durchgang ähnlich strukturiert wie die Sätze davor: ausgeglichen im ersten Drittel (8-6) , im 2. Drittel dann Übernahme der Kontrolle (das Trio Kugel, Schattenberg und Schmidt wie entfesselt) und mit einem Hinterfeld-Angriff von Annkatrin Schmidt zum 16-10. Die Schlussphase spiegelt die Stärke des Teams: Punkt 20 Rumeln ins Aus, Punkt 22 Moerser Block, Punkt 23 Kugel-Hammer, Punkt 24 Pütt aus der Mitte und Punkt 25 Aufschlagwinner von Annkatrin Schmidt.

Fazit: Bestes Spiel der Saison!

Eine glänzende Partie von allen Aktricen: Andrea Boeck nach ihrer Pause sensationell gut unterwegs (wieselflink zum Ball auch bei suboptimaler Annahme) mit sauberer Verteilung (vorne, über Kopf, Hinterfeld und wieder Mut zur Mitte), die AA-Spielerinnen auch mit hohem Einsatz in der Abwehr (Bodenkontakt) und wuchtig (frei nach dem Motto „Sekt oder Selters“) am Netz, die beiden Mittelblockerinnen mit schweren Aufgaben (Rumelner Mittelangriff immer wieder gefährlich!) bei der Abwehr am Netz, aber auch im Angriff erfolgreich), die Diagonale immer anspielbereit und vor allem mit langen Bällen mit Erfolg dabei. 

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Durchweg konzentriert - Spielmacherin Andrea Boeck ...

Andrea Boeck: „Unglaublich, was da heute abgegangen ist. So ein Tempo und so eine Einsatzfreude habe ich selten erlebt. Es stimmte einfach alles, Rumeln war der Favorit, gewiss keine schwache Mannschaft und mit Recht in der Relegation, eine starkes Team. Aber wir haben heute alles weggesteckt und immer wieder Druck gemacht. Vielleicht war´s die besondere Motivation von wegen letztes Saisonspiel. Es ging eigentlich um nichts, wir hatten nichts zu verlieren, Rumeln auch durch – schon eine besondere Situation.“

Ganz wichtig auch für das „Team ohne Trainer“ die Unterstützung der Zuschauer. Einige Fans aus der Herren II sowie Oskar Klingner aus der 1. Mannschaft hatten sich in Geldern zur Unterstützung der Damen eingefunden ... und machten sich deutlich bemerkbar – mit coolen Sprüchen und „Empfehlungen“ vom Spielfeldrand. „Die Jungs haben uns wirklich geholfen, die positive Stimmung kam gut rüber.“ so Andrea Boeck.

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Nach dem Spiel: Dank an die Fans ...

Doch: was nun?

Doch bei aller Freude - wieder einmal hängt ein Schatten über der Mannschaft: kein Trainer! Hinter vorgehaltener Hand war deutlich zu vernehmen: „Hendrik soll unser Trainer sein!“ Aber MSC Trainer Hendrik Rieskamp, der schon während der Saison neben seiner Aufgabe für die Herren I regelmäßig einen Damen-Trainingstermin übernommen  und für eine neue Ausrichtung gesorgt hatte – ist ein wohl unabkömmlicher Favorit. Fest steht: hätte die Mannschaft in der Hinrunde nicht einige Spiele total unnötig abgegeben ... wäre Platz 1 oder aber ein Relegationsplatz ganz sicher „drin“ gewesen. Was nun?

Das MSC Aufgebot: Andrea Boeck, Jana Kleinheßeling, Chiara Kugel, Lara Pütt, Miriam Lohmann, Ann-Sophie Schattenberg, Alina Schmidt, Annkatrin Schmidt, Vanessa Palenga, Trainer: 

Das Ergebnis: Rumelner TV vs. Moerser SC I   1:3,26-24,18-21-17-25

 

Weitere Eindrücke vom Spiel (und anderen Spielen) in der Photogalerie

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