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An der Küste glatt durch, nur eine böse Bö!

In Warnemünde behalten die "Adler" den klaren Durchblick und sichern drei Punkte!

Letztes Heimspiel für die „Jungs von der Küste“, letztes Auswärtsspiel für die „Adler“ ... die am frühen Morgen um 7.30 Uhr in Moers gestartet waren und dann pünktlich um 18.30 Uhr vor gut 600 Zuschauern in die Partie starteten. Vorgabe von Trainer Hendrik Rieskamp: Sieg. Vorgabe von Warnemündes Trainer Jozef Janosik: „Beim letzten Heimspiel mit einem Sieg verabschieden!“ Beides geht/ging nicht.

Trainer Hendrik Rieskamp schickte seine „Wunschsechs“ mit Jonas Hoppe (Z), Oliver Staab (D), Lukas Schattenberg/Tom Weber (AA) und Oskar Klingner/David Seybering (MB)  auf´s Spielfeld. Wie gewohnt Christian Gosmann auf der Liberoposition. Trainer Rieskamp positionierte David Seybering zunächst auf der Position vier, hatte damit gleich eine starke Block- und Angriffsoption, Oliver Staab auf Position zwei – damit schnell als Hinterfeldangreifer verfügbar.

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Auch in Warnemünde: Annahme ok ...

Guter Start

Das Team im ersten Drittel schnell über  5-3 auf 8-4 davon – Angriff und Defensive ok. Sehr dominant im 2. Drittel: bei  11-6 schon ein 5-Punkte-Vorsprung, nach dem 2. Drittel waren es bereits sechs Punkte. Zwischenzeitlich kleiner „Hänger“ bei 16-13, Trainer Rieskamp reagiert mit einer Auszeit. Dann wieder Moerser Druck, Warnemünde wieder fünf Punkte (18-13) zurück und bei 20-15 mit der 2. Auszeit. Der MSC lässt nichts mehr „anbrennen“: nach 23 Minuten steht es 25-19 für die Gäste aus Moers ... und „Teil eins“ von Rieskamps Vorgabe (Sieg!) ist erledigt.

MSC wuchtig weiter

Im 2. Durchgang beim MSC dasselbe Personal am Start wie im 1. Satz – und wie im 1. Satz ein 4-2 Start, dann aber stärkere Gegenwehr der Gastgeber: 6-6 und 7-7  und immerhin noch hauchdünner Vorteil für den MSC nach dem ersten Drittel mit 8-7. Dann aber die „Adler“ frisch wie im ersten Durchgang: über eine starke Abwehr punktet der MSC Angriff zur 12-7 (!) Führung. Bei 10-7 MSC-Führung hatte Warnemünde mit einer Auszeit unterbrochen, doch die „Adler“ ziehen ihre Kreise ... und freuen sich nach der 2. Technischen Auszeit über ihre Ausbeute: 16-9 Führung. Wie schon im 1. Satz ist das Element Block/Abwehr beim MSC besonders stark. Trainer Rieskamp später: „In den ersten beiden Sätzen hat Warnemünde kaum einen Ball auf den Boden gekriegt!“

Es folgen mehrere Spielerwechsel bei Warnemünde. Nichts hilft, über 10-10 marschiert das MSC-Team seinem 2. Satzgewinn entgegen. Warnemünde stark verunsichert, die Eigenfehler nehmen zu, bei 19-11 wird der Abstand krass, bei 22-13 sind die „Jungs von der Küste“ weiter in schwerer See. Verbale „Schwimmwesten“ in der 2. Auszeit helfen nicht weiter. Schnell auch „Teil zwei“ von Rieskamps Vorgabe erledigt. Dortmund geht zur gleichen Zeit in München unter ...

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Auch in Warnemünde: Linie zu, Diagonale im Angebot ...

Warnemünde besser, MSC im Sinkflug

Der dritte Durchgang mit derselben Startsechs wie in den ersten beiden Durchgängen. Trainer Rieskamp wollte wohl sicher sein, den „flow“ aus den ersten beiden Sätzen mitzunehmen und gut zu verwalten und kein Signal setzen nach dem Motto: „Die Sache ist gelaufen, jetzt lass ich schon mal alle dran.“ 

Wieder startet Rieskamp´s Team mit einer 4-2 Führung. Doch bei 4-4 Ende der Herrlichkeit: Warnemünde konzentrierter, der MSC-Angriff schwächelt und nach 6-4 liegt das MSC-Team nach dem ersten Drittel mit drei Punkten zurück. Die kleine Krise ist da! Warnemünde hat den Libero gewechselt,  der MSC-Angriff nicht mehr so effektiv, Warnemünde mutiger. Rieskamp später: „Die hatten sich doch besser auf unser Spiel eingestellt.“  Auch im 2. Drittel läuft das MSC-Team hinterher ... eine Auszeit von Trainer Rieskamp bei 10-6 für Warnemünde hilft  dem Team nicht weiter. Die Einwechslung von Thiemo Schnorr bei 9-14 hilft auch nicht weiter,  auch die 2. Auszeit bei 9-15 nicht. David Seybering nach dem Spiel: „Warnemünde hat mehr Duck im Aufschlag gemacht und weniger Fehler. Wir haben eher kopflos gespielt bzw. wollten mit dem Kopf durch die Wand.“ Rieskamp´s Team gibt das 2. Drittel mit 9-16 ab. Bei 19-10 für Warnemünde droht dem MSC ein Debakel – Rieskamp wechselt nun durch: Nick Wolschendorf kommt (bei 10-18) für Lukas Schattenberg, für Oskar Klingner kommt (bei 11-19) Andreas Tins. Nach 23-13 für die Gastgeber ist die Krise komplett: 25-15. MSC am Abgrund, ganz anders als geplant.

„Adler“ wieder im Steigflug

Im 4. Durchgang zunächst dasselbe Personal wie in den ersten beiden Sätzen, doch starten Jonas Hoppe, Lukas Schattenberg und Oskar Klingner am Netz. Neue Gegenspieler, neue Konzentration – und das MSC Team geht mit 4-1 in Führung (Warnemünde mit Auszeit), erhöht auf 6-1 und schließt das erste Drittel mit 8-1 ab. Die Zuschauer reiben sich die Augen – nach dem Jubel im 3. Durchgang hat der Wind komplett gedreht. Bei 13-3 hat sich Rieskamp´s Team einen 10-Punkte-Vorsprung erarbeitet. Der Moerser Aufschlag presst Warnemündes Ass Tommy Mehlberg. Warnemünde bespricht die Situation in einer 2. Auszeit, das 2. Drittel endet mit 16-7 für die „Adler“. Nun dürfte eigentlich nicht mehr viel schief gehen ...  In der Tat: die Spieler um Mannschaftsführer Lukas Schattenberg erhöhen auf 20-10 ... und sind damit praktisch „durch“. Nach 23-13 schaut Trainer Rieskamp bei 23-16 noch einmal böse, verzichtet aber auf eine Auszeit. Der Blick genügte, noch zwei Punkte und game over.

Stimmen:

Trainer Hendrik Rieskamp: „Wir haben in den ersten beiden Sätzen gespielt wie die Weltmeister, dann hat´s gehakt. Erkenntnis: wir schaffen es noch nicht, die Konzentration über 3. Sätze konstant hochzuhalten. Taktisch war das gut: wir haben einen Libero von Warnemünde rausgenommen, auch einen Annahmespieler irritiert. Es war nicht nur im kämpferischen Bereich eine richtig gute Leistung: unsere Mitte war sehr stark, unsere Außenangreifer oft ganz clever – die hohen Satzgewinne waren absolut verdient.“

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Auch in Warnemünde: ein Trainer auf Wolke sieben ...

Mannschaftsführer Lukas Schattenberg: „Das war eine starke Mannschaftsleistung. Im 3. Satz haben wir bei einer Läuferposition Schwierigkeiten gehabt, sind nicht rausgekommen und dann immer hinterher gelaufen. Im 4. Satz hat sich dann aber, wie auch zuvor, das gute Training in der Woche ausgezahlt: wir haben Drucksituationen durchgespielt und gut gelöst. Die kämpferische Einstellung war topp.“

Mittelblocker David Seybering: „Das war eine insgesamt gute Mannschaftsleistung – mit gutem Aufschlag und guter Annahme – bis auf den dritten Satz. Auch im kämpferischen Bereich war es gut. Im 4. Satz gab es gleich am Anfang eine schöne Aufschlagserie von Jonas (Hoppe). Die hat uns Luft verschafft – und so haben wir das Spiel verdient nach Hause geholt.“

Das MSC Aufgebot in Warnemünde: Christian Gosmann, Jonas Hoppe, Oskar Klingner, Lukas Schattenberg, Thiemo Schnorr, David Seybering, Oliver Staab, Andreas Tins, Tom Weber, Nick Wolschendorf, Trainer: Hendrik Rieskamp, Scout: Sven Simon

Das Ergebnis: SV Warnemünde vs. Moerser SC   1:3,19-18-25,25-15,16-25 in 23,25,27 und 23 Minuten (Dauer 1:54), MVP Gold: Christian Gosmann, MVP Silber: Benjamin Schille

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