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„Adler“ im Pokal jetzt vs. Frankfurt

Unbeschwert in eine schwere Aufgabe ...?

Die Bundesliga Nord pausiert – das Team von Trainer Martin Schattenberg nicht. Nach dem Gewinn des WVV Pokals und dem Sieg in der Qualifikationsrunde (vs. SV Lindow-Gransee) müssen die „Adler“ nun weiter im Pokal ran.

Im Achtelfinale des DVV Pokals greifen erstmals die Mannschaften aus der 1. Bundesliga ins Geschehen ein. Während die Zweitligisten sich „hochspielen“ mussten, waren die Erstligateams gesetzt. So auch die Frankfurter, die neben ihren Verpflichtungen in der Bundesliga aktuell allerdings auch  im europäischen Pokalgeschehen unterwegs sind. 

„Adler“ haben große Tradition

Beim Moerser SC kennt man die Situation: während der langen Zeit in der 1. Bundesliga musste (durfte) man auch immer wieder im nationalen Pokal und auch im internationalen Pokalgeschehen dabei sein. Gerne erinnert man sich beim MSC an die beiden deutschen Pokalsiege in den Jahren 1991 und 1993 – in guter Erinnerung auch der Sieg im europäischen Pokal (CEV Pokal im Jahre 1990). 

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Eine gute Annahme (hier mit Sebastian Schnorr in Aktion) ist die Voraussetzung ...

Während im Jahre 1991 das Trainergespann Lazlo Buzek und Hendrik Kuntz für den Sieg verantwortlich zeichneten, waren es im Jahre 1993 die Trainer Jürgen Wagner und sein "Co" Martin Schattenberg, die den deutschen Pokal nach Moers holten und sich damit für die europäischen Pokalrunde qualifizierten. Damals im MSC-Team auch die Spieler Markus Brandes und Henry Prall, die heute beide noch in Moers wohnen und gelegentlich bei den Spielen des MSC vorbeischauen.

Gegner am Sonntag eminent stark

Dies dürfte auch am Sonntagnachmittag der Fall sein, wenn die „Adler“ im ENNI Sportpark die United Volleys aus Frankfurt empfangen. Die United Volleys landeten in der letzten Saison nach Meister Berlin und Vizemeister Friedrichshafen auf Platz drei der Liga, erhielten damit die Möglichkeit, sich in der Qualifikationsrunde der Champions League für höhere Aufgaben zu empfehlen. Dies gelang gegen Shaktior Soligorsk (Weißrussland) und Aich/Dob – die Spiele gegen Thessaloniki stehen noch bevor.

In der Bundesliga gelang den Frankfurtern nur ein suboptimaler Start: gegen den SV Lüneburg (trainiert von Ex-Adler Stefan Hübner) setzte es eine überraschende 1:3 Niederlage, gegen die gegen den Abstieg spielenden Rottenburger gab es einen klaren 3:0 Sieg.

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... für eine glaubwürdige Drohung (hier mit Jonas Hoppe und David Seybering) in der Mitte ...

Die Frankfurter peilen in dieser Saison mit der Verpflichtung des Spitzentrainers Stelio deRocco einen Platz ganz oben in der Bundesliga an – die Vorherrschaft von Berlin und Friedrichshafen soll endgültig gebrochen werden. Das Team wurde nach der letzten Saison mit starken Ausländern verstärkt – dabei geblieben sind die deutschen Spitzenkräfte wie die Ex-Internationalen Sebastian Schwarz und Patrick Steuerwald sowie die aktuellen Nationalspieler Moritz Karlitzek und Tobias Krick. Ob der „Krickatore“ am Sonntag in Rheinkamp auflaufen wird, ist allerdings fraglich. Tobias Krick musste mit Rückenbeschwerden in den ersten Saisonspielen aussetzen. Auch Patrick Steuerwald wird evtl. verletzungsbedingt verzichten müssen.

Realistisch bleiben ...

Beim MSC ist man sich der Tatsache bewusst, dass man es nun in der Hauptrunde gleich mit einem deutschen Top-Team zu tun bekommt. „Rottenburg oder die Netzhoppers wären wesentlich angenehmer gewesen,“ so Mittelblocker David Seybering augenzwinkernd. Die Auslosung im Pokal wollte es aber anders ...

Der Blick auf die Mannschaftsliste der United Volleys zeigte die Stärke der Mannschaft - der vom MSC-Team neugierig verfolgte Livestream (letzte Woche Champions League auf Laola1.tv)  von den United Qualifikationsspielen machte deutlich: da kommt ein Klasse-Gegner! Zudem weiß man aus Erfahrung: in der Regel überstehen die Teams aus der 2. Liga das Achtelfinale nicht ...

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... oder einen schnellen Angriff (hier Daniel Wernitz) über "Außen" gegen einen Einerblock.

Für das MSC Trainerteam allerdings kein Grund zur Unruhe. Trainer Schattenberg: „Unsere Planung für die Bundesliga Nord geht weiter und wird durch das Pokalspiel nicht weiter geändert. Wir haben uns allerdings schon auf das Spiel am Sonntag vorbereitet.“

... aber nichts wird verschenkt.

Schattenberg weiter: „Ich denke, jeder kann sich auf ein hochinteressantes Spiel gegen die United Volleys Frankfurt freuen. Da können wir aus der Außenseiterposition unbeschwert aufspielen und zeigen, was wir drauf haben. Wir fangen bei „Null“ an und verschenken nichts! Und für die Visionäre unter euch und uns: das Viertelfinale wird am 24/25.November ausgetragen!“

Hendrik Rieskamp, MSC Trainer: „Ein heißes Spiel für den Verein, die Spieler und auch für die Trainer gegen ein Team, welches in der Champions League antritt. Wir wollen das Spiel als Außenseiter genießen, müssen aber auch daraus lernen. Wir wollen jedes Spiel nutzen um besser zu werden. Das wird uns einen Schub nach vorne geben. Das Duell am Sonntag ist eine Belohnung für den Kampfgeist, den wir in diesem Jahr im Pokal gezeigt haben.“

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