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Adler in Mitteldeutschland nicht belohnt

Team fährt mit leeren Händen nach Hause ...

Zu der erwartet spannenden Auseinandersetzung kam es am Samstag in der Jahrhunderthalle in Spergau zwischen dem Gastgeber Chemie Volleys Mitteldeutschland und dem Moerser SC – leider ohne zählbares Ergebnis für das MSC-Team. Nach vier Sätzen und 117 Minuten Kampf gab es eine 1:3 (28-26,20-18-25,25-27) Niederlage für die Adler.

Trainer Martin Schattenberg musste in der Anfangsaufstellung auf Lukas Schattenberg (verletzt) verzichten und schickte Tom Weber und Daniel Wernitz in die Annahme. In der Mitte nach langer Pause wieder Oskar Klingner mit David Seybering, Im Zuspiel Jonas Hoppe und auf der Diagonalen Oliver Staab. Auf der Liberoposition Christian Gosmann.

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Einmal über die Position vier (Daniel Wernitz) und ...

Zwei Annahmefehler führen schnell zum 1-3 Rückstand, bei 4 allerdings Ausgleich, doch eine erneute Annahmepanne sowie ein Aufschlagfehler sorgen für den 4-6 Rückstand. Durch  erfolgreiche Angriffe von Daniel Wernitz und Oliver Staab dann aber wieder eine Annäherung auf 7-8. Danach aber das MSC-Spiel ohne Wirkung – MSC-Auszeit bei 10-17 Rückstand: CV Mitteldeutschland furios, der MSC scheint hilflos. Doch ein Aufbäumen des Teams folgt: Staab- und Wernitz-Angriffe erfolgreich und 14-17. Dann Tom Weber mit drei (zwei hart, ein Topspin) wirkungsvollen Aufschlägen, Wernitz erneut erfolgreich und 18-19 – danach nagelt Mitteldeutschland den Ball ins Aus: Einstand. Moers übernimmt nach einem Seybering-Aufschlag mit 22-21 die Führung, der CVM aber bei 23-24 mit dem 1. Satzball. MSC Auszeit folgt. Der CVM bei 24-25 erneut mit Satzball. Dann sorgt ein CVM Aufschlagfehler sowie ein erneuter erfolgreicher Wernitz-Angriff für den Einstand bei 26, ein erfolgreicher Moerser Block sowie ein CVM-Angriff ins Aus bringen den ersten Satzgewinn.

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... und Oliver Staab über die Position zwei.

Vorteil aus den Hand gegeben

Im 2. Durchgang zunächst ähnlich wie in der Schlussphase des ersten Satzes. Mini-Rückstände  von Moers, bei 11 egalisiert Daniel Wernitz und ein Staab/Klingner Block sorgt für die erste Führung, die auf 16-12 ausgebaut wird. Der MSC auf einem guten Weg: mehrere lange Rallies, der MSC oft gut weiter aus einer aufmerksamen Angriffssicherung. Dennoch holt Mitteldeutschland auf, egalisiert bei 18. Nach Einstand bei 20 plötzlich ein Moerser blackout: nach einem CVM „Hakenschlag“ (verunglückter Anlauf, Spieler mit Drehung unter dem Ball und Rundschlag) vier MSC-Fehler in Folge (Sebastian Schnorr kommt noch für Tom Weber) und der Satz weg. 

Wende nicht geschafft

Im 3. Durchgang geht das Drama weiter: der MSC startet mit zwei Aufschlagfehlern, Mitteldeutschland nicht zu stoppen und zieht mit 8-1 davon. Thiemo Schnorr ersetzt Jonas Hoppe. Zwei CVM Fehler bringen das 3-9 – aber der 6-Punkte-Abstand bleibt dem MSC bis 10-16 erhalten. Inzwischen Andreas Tins für Oskar Klingner auf dem Feld. Zwischendurch noch Auszeit von Trainer Schattenberg bei 8-14. Moers ackert, müht sich, kann aber keine Wende herbeiführen. Kurze Einwechslung von Lukas Schattenberg für einen Aufschlag bleibt ohne Wirkung. Oft folgt einer guten Aktion ein Fehler, bei 17-22 kommt Tom Weber zurück, auch Jonas Hoppe wieder auf dem Feld. Das MSC-Team schafft die Wende nicht. 

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Augen auf im Block - Jonas Hoppe und David Seybering ...

Hart umkämpfter Durchgang

Der 4. Satz wiederum sehr hart umkämpft. Mini-Rückstand nach Fehlern zum 1-3, dann aber Seybering zum 4-4 und von da an eine absolut ausgeglichene Partie. Oskar Klingner wieder für Andreas Tins im Spiel. Über 8-8,12-12 und 17-17 eine ganze Reihe von Mini-Rückständen, die der MSC immer wieder verkürzen kann. Beim 1. CVM-Satzball bei 22-24 kann Moers auf 23-24 verkürzen – weil sich der ansonsten bärenstarke CVM-Mittelblocker Uchenna Ofoha „verhaspelt“, den 2. Satz- und Spielball für CVM bei 24-25 wird durch einen Moerser Block neutralisiert. Dann aber ein makelloser CVM-Angriff und den letzten Ball jagt der Moerser Angriff extrem cross ins Aus.

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Wohin geht die Reise ...?

Fazit: Eine über weiter Strecken gute Leistung des MSC-Teams gegen einen sehr starken Gegner, der vor allem über die Schnellangriffe (Außen und in der Mitte) die Moerser oft vor Probleme stellte. Das MSC-Team aber kämpferisch sehr stark – verbessert in der Angriffssicherung, die den MSC Angreifern oft eine 2. und/oder  3. Chance ermöglichten. Dankebälle wurden nicht so gut genutzt wie beim CVM-Team – hier dabei in außergewöhnlich guter Mittelangreifer (Uchenna Ofoha), der bei den Gastgebern die Außenpositionen „frei“ machte. Der gegnerische Trainer hatte das Moerser Spiel offensichtlich gut analysiert: David Seybering mit einer guten Partie – aber öfter „gebremst“ als im lieb war. Der Aufschlag nicht zwingend - 17 Fehler in vier Sätzen. Das MSC Team belohnte sich zu selten für gute Aktionen. 

Stimmen: 

MSC Trainer Martin Schattenberg: „Wir machen immer wieder ein oder zwei leichte Fehler zuviel, die uns dann bei engen Spielständen um den Ertrag bringen. Es war insgesamt eine Steigerung gegenüber dem Spiel in Lindow-Gransee – gegen einen sehr starken Gegner. Der Knackpunkt war wohl im 2. Satz, als wir die 16-12 Führung zu leicht vergeben haben. Daran hatten wir dann zu lange zu knabbern. Sind dann aber zurückgekommen – aber wenn man sich bei Punktball-Chancen nicht belohnt darf man sich nicht beklagen. Wir müssen weiter am Sideout arbeiten – brauchen noch zu viele Versuche.“

CVM Trainer Mircea Dudas: „Das war spannendes Spiel – mit großen Anstrengungen verbunden. Für uns war viel Druck im Spiel, wir waren nicht viel besser. So sind wir froh, dass wir das Spiel heute gewinnen konnten. Den hohen Vorsprung im 1. Satz haben wir zu leicht weggegeben – aber das liegt auch an der Jugend unserer Spieler. Wir müssen noch viel arbeiten und brauchen Geduld.“

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Oliver Staab mit Silber, Uchenna Ofoha mit Gold ...

MVP Spieler Oliver Staab: „Wir haben eine gute Leistung gebracht, hatten vor allem im 1. Satz einen guten „spirit“. Den 2. Satz durften wir nicht aus der Hand geben. Leider fehlte es zwischendurch an der Konstanz – der Gegner war gut, hat uns aber nicht immer zu den   Fehlern, die wir gemacht haben, gezwungen.“

Mannschaftsführer (für L. Schattenberg) Daniel Wernitz: „Wir sind im 1. Satz mit einer geschlossenen Leistung gut zurück ins Spiel gekommen, wollten im 2. Satz daran anknüpfen und den flow mitnehmen. Wir hatten aber Schwierigkeiten das Niveau zu halten, müssen immer wieder Spannung aufbauen. Oft fehlte nur ein Quentchen.“

Das MSC Aufgebot in der Jahrhunderthalle: Christian Gosmann, Jonas Hoppe, Oskar Klinger, David Seybering, Lukas Schattenberg, Sebastian Schnorr, Thiemo Schnorr, Oliver Staab, Andreas Tins, Tom Weber, Daniel Wernitz, Trainer: Martin Schattenberg, Hendrik Rieskamp, Scout: Sven Simon

Das Ergebnis: CV Mitteldeutschland vs. Moerser SC   3:1,26-28,25-20-18,27-25 in 33,27,26,31 (117) Minuten. MVP wurde Oliver Staab.

Weitere Eindrücke vom Spiel in der Photogalerie

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