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Damen kriegen noch die Kurve

Gegen den TV Walsum sah es zwischendurch nicht gut aus

Gegen den Tabellenletzten der Bezirksliga, den TV Walsum-Aldenrade, konnte sich das MSC-Team mit einem 3:2 behaupten, ließ aber viele Chancen für ein klares Ergebnis „sausen“ und musste sogar noch in den Tiebreak. Nach dem Sieg sind die „trainerlosen“ MSC Mädchen nun weiter in der Tabellenmitte.

MSC Urgestein Philipp Boeck – vor einigen Wochen verabschiedet aber schon mehrere Male wieder bei MSC-Einsätzen gesichtet – hatte das Coaching übernommen und folgende Startsechs ins Rennen geschickt: Andrea Gröll Z, Svenja Kaplanek D, Lara Pütt/Chiara Kugel MB, Wibke Bils/Ann-Kathrin Schmidt AA, Alina Schmidt auf der Liberoposition. 

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Wibke Bils nimmt an, Ann-Kathrin Schmidt beobachtet ...

Mit dieser Formation lief es zunächst gar nicht gut. Walsum gut aufgelegt, kämpferisch stark und immer mit einer Antwort wenn das MSC Team zu harmlos angegriffen hatte. Überdies die Annahme nicht sicher und viele unerzwungene Fehler.

Moers mit mehr Druck

Im 2. Durchgang ging Jana Kleinheßeling auf die Diagonale - und gleich mehr Druck von Moerser Seite. Aber zunächst nicht so stabil wie gewünscht: nach 7-4 Führung (Auszeit Walsum) plötzlich wieder unnötige Fehler und mit 7-9 (Ball ins Aus, Netzberührung) zurück. Bei 8-11 Auszeit Moers, danach deutliche Besserung. Ausgleich bei 11 und bei 16-13 Walsum mit der 2. Auszeit. In der Schlussphase Moers dann souverän – vor allem Jana Kleinheßeling ließ es einige Male krachen: Mini-Aufschlagserie von 21 bis 23 undPunkt 24 mit schönem Hinterfeldangriff.

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Michelle Niewerth baut auf ...

Auch im 3. Satz das Team gut aufgelegt: bis 4-4 ausgeglichen, bei 8-4 (Auszeit Walsum) schon auf dem besten Weg, Wibke Bils und erneut Jana Kleinheßeling gut dabei und 12-4 Führung. Bei 16-6 kommt Lena Schlayer für Lara Pütt. Zuspielerin Michelle Niewerth legt weiter gut auf. Ein paar „unnötige Pannen“ zwischendurch lassen Walsum – unermüdlich kämpfend – auf 21-12 herankommen. Kleinheßleing mit Lob zum 22-12 dann wieder ein paar Moerser „Geschenke“ zum 24-17 ... und Jana Kleinheßeling macht mit einem „Hammer“ von der Pos. 4 Schluss.

Haarscharf am 3:1 vorbei

Der 4. Satz dann relativ ausgeglichen, Moers schaltet einen Gang zurück, die Walsumerinnen bleiben kämpferisch stark, aufopferungsvoll in der Abwehr. Moers allerdings kontinuierlich mit einer 2- oder 3-Punkte Führung. Bei 17-15 dann allerdings ein riskanter Doppelwechsel von Coach Boeck: Svenja Kaplanek und Andrea Gröll kommen ins Spiel, Jana Kleinheßeling und Michelle Niewerth müssen weichen.  Einstand bei 18, dann aber fehlt der Druck und Auszeit von Coach Boeck bei 20-22. Es folgt ein Annahmefehler zum 20-23, der Doppelwechsel wird rückgängig gemacht. Moers holt noch auf 22-23 mit einem Kleinheßeling-Block auf, Auszeit Walsum ... kann mit einem Ass von Ann-Kathrin Schmidt sogar noch egalisieren. Dann aber Aufschlagfehler und Angriff ins Aus: der Satz ist weg und die Walsumerinnen freuen sich schon mal über einen Punkt.

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Zwischendurch war´s turbulent ...

Der Tiebreaker dann ausgeglichen bis 8-8. Dann ein kraftvoller Aufschlag von Wibke Bils, ein Walsumer Fehler und Auszeit von Walsum bei 10-8 für Moers. Bei 11-9 hilft ein „Mini-Block“ von Andrea Gröll zum 12-9, Lara Pütt blockt zum 13-10, Walsum schlägt ins Aus zum 14-10 und Lara Pütt macht mit dem letzten Punkt den „Sack zu“.

Kompliment an Walsum

Man hätte klarer gewinnen können – vielleicht sogar müssen. Aber: die Walsumer Damen hatten den Punkt wirklich verdient. Die Mannschaft spielt sicher nicht mehr in der A-Jugend – aber was soll´s? Von der Einstellung der Spielerinnen kann sich die eine oder andere junge Konkurrentin in der Liga eine Scheibe abschneiden. Das Team spielt Volleyball mit Herz, hat sicher das eine oder andere technische Problem ... aber kompensiert das mit Engagement, Kampf und Einsatz bis zuletzt. Spruch des Tages von einer Walsumer Spielerin: „Von wegen Hausfrauentruppe, wir arbeiten alle!“

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Lara Pütt schließt den Tiebreaker ab ...

Coach Philipp Boeck: „Walsum hat uns das Leben zwischendurch schwer gemacht. Unsere Mannschaft kann es sicher – von den individuellen Möglichkeiten her – besser. Aber wir spielen die Saison mit allen Spielerinnen zuende. Alle sollten spielen. Wir bleiben in der Mitte – auf einen Punkt mehr oder weniger kommt es jetzt nicht mehr an.“

Das MSC Aufgebot in Walsum:  Wibke Bils, Andrea Gröll, Svenja Kaplanek, Jana Kleinheßeling, Chiara Kugel, Michelle Niewerth, Lara Pütt, Alina Schmidt, Ann-Katrin Schmidt, Lena Schlayer, Coach: Philipp Boeck

Das Ergebnis: TV Walsum-Aldenrade vs. Moerser SC   2:3,25-15,17-18-25,25-23,10-15

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