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Böse Überraschung in Aachen

In der Kaiserstadt nur ein dürftiger Satz für die Jungadler ...

Unerwartet negativ fiel das Ergebnis für die „Zweite“ vom Moerser SC in Aachen aus: mit Wunschbesetzung aber ohne den privat verhinderten Trainer Eung-Zoll Chung („Scholle“) gab es beim SV Neptun Aachen in der Verbandsliga eine ernüchternde Niederlage: gut aufgelegte Gastgeber zeigten dem MSC-Team seine Grenzen auf und sicherten sich drei Punkte.

Der MSC war mit Jan Schliekmann im Zuspiel, Gordon Schiefer auf der Diagonalen sowie mit Nick Wolschendorf und Niklas Mülders auf der AA Position gestartet. In der Mitte Veit Bils und Sebastian Blum – auf der Liberoposition Philipp Boeck, der auch als Coach fungierte.

Zu viele Fehler ...

Zunächst ausgeglichenes Spiel bis 5-5, dann der MSC leicht überlegen und über 12-12 zur Führung bei 13-12. Die Punkte ab 12 vom MSC selbst: Schiefer Soloblock, Aufschlag Blum, „Angriffshammer“ Mülders und Bils. Der MSC scheint den Satz bei 16-13 und 17-14  „unter Kontrolle“ zu haben. Dann folgt eine Häufung von schlimmen Pannen in der Annahme und plötzlich 17-19. Libero Boeck verlässt das Feld, Mittelblocker Sebastian Blum rückt in die Annahme – fast eine Kapitulation. Bei 18-21 Auszeit von Moers – danach noch einmal konzentriert und engagiert bis zum Einstand bei 21. Auszeit Aachen. Dann aber wieder Problem in der Annahme, es folgt noch ein Technikfehler zum 22-24 und der letzte Fehler erneut im Bereich Annahme.

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Kann passieren - nach dem Spiel hart mit sich selbst: Philipp Boeck

Im 2. Durchgang schneller Rückstand bei 1-4 und 2-6. Moers eher vorsichtig, Aachen nun sehr selbstbewusst und risikofreundlich in der Netzmitte. Wieder Annahmeprobleme, der Moerser Angriff kann nicht „zurückschlagen“. Bei 11-17 verlässt Niklas Mülders das Feld, Moritz Liebisch kommt, bei 11-18 Wechsel im Zuspiel: Luca Wagner löst Jan Schliekmann ab. Wieder in der Schlussphase  - neben den anderen Problemen – ein technischer Fehler. Den letzten Punkt für Aachen durch einen Moerser Aufschlagfehler.

Erfreuliches Zwischenhoch

Im 3. Durchgang dann weiter mit Luca Wagner im Zuspiel und Moritz Liebisch für Niklas Mülders, Safi Nacef geht für Sebastian Blum in die Netzmitte. Zunächst ausgeglichene Partie im ersten Drittel (bis 7-7), im 2. Drittel wieder die Moerser Schwächen in der Annahme – aber auch im Bereich Aufschlag bleibt das MSC-Team „neutral“. Einem guten Aufschlag folgt in der Regel ein Fehler – nichts passiert. 10-14 Rückstand für die Mannschaft um Nick Wolschendorf

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Nick Wolschendorf passt auf ...

Immerhin noch Aufholjagd bis zum 16-16. Dann das MSC Team aber mit mehr Initiative: Aufschlag Wagner, Angriff Wolschendorf, Aufschlag Wolschendorf, Angriff Liebisch: der MSC geht mit 20-18 in Führung – und kann in der Schlussphase den Druck weiter erhöhen: Liebisch Block und Angriff bis zum 23-19 (Auszeit Aachen folgt), noch ein Liebisch Angriff zum 24-21 und eine direkt von Luca Wagner weitergeleitete Moerser Annahme bringt den Satzgewinn.

Mittel erschöpft

Im vierten Satz dann nur im ersten Drittel ausgeglichen (bis 7-8). Bei 7-11 beantragt Philipp Boeck die nächste Auszeit. Moers kann sich nicht von den Fehlern befreien – Aachen weiter (mit gutem Zuspiel in der Mitte) nicht zu bremsen, ein aufmerksamer Libero entschärft harmlose Moerser Angriffe. Bei 11-17 kommt Yannick Kugel für Gordon Schiefer. Bei 14-21 ist aber die „Messe gelesen“. Moers noch einmal mit kleinem Zwischenspurt zum 17-23 (Auszeit Aachen). Dann symptomatisch: ein knallharter Aachener Angriff durch die Mitte und ein Moerser Aufschlagfehler beenden die Partie.

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Gordon Schiefer findet den Weg ...

Das MSC Team gelegentlich etwas unglücklich am Netz – aber „unter dem Strich“ doch mit Recht gegen gut aufgelegte und risikofreudige Aachener (Angriffe über die Mitte !) unterlegen. Der Moerser Block im Spielverlauf  zu oft wirkungslos – ebenso wie der Aufschlag. Moers im Aufbau nicht gut genug, die mangelnde Effiziens im Zuspiel und im Angriff war nicht zu übersehen. Die im ersten Satz erzeugte Verunsicherung im letzten Drittel sicher unangenehm – aber diese war nicht ausschlaggebend für die Niederlage, obwohl der sehr selbstkritische Spielertrainer Philipp Boeck dieses mutmaßte.  Die Mannschaft kämpfte weiter, im dritten Satz half Aachen mit einigen Fehlern. Im 4. Satz Aachen wieder konzentriert: Der SV Neptun Aachen war ein an diesem Samstagabend sehr starker Gastgeber – die Gäste mit zu vielen „Geschenken“.

Stimmen: 

Spielertrainer Philipp Boeck nach dem Spiel: „Im ersten Satz haben wir ganz ordentlich angefangen – dann kam meine Annahmeserie. Schlimm – den Satz muss ich voll auf meine Kappe nehmen. Ich befürchte, dass wir uns dadurch haben runterziehen lassen. Im Aufschlag zu viele Fehler, zu wenig Druck – auch in anderen Elementen waren wir nicht top.“

Zuspieler Luca Wagner: „Wir hatten einfach zu viele Probleme in der Annahme, Jan und ich hatten Mühe den richtigen Rhythmus zu finden – Zuspiel und Angriff waren nicht effektiv genug. Im 3. Satz ging es so einigermaßen. Aber auch im Block/Abwehrbereich taten sich Lücken auf. Wird Zeit, dass „Scholle“ wieder im Training auftaucht.“

Das MSC Aufgebot: Veit Bils, Sebastian Blum, Philipp Boeck, Jan Schliekmann, Yannick Kugel, Moritz Liebisch, Niklas Mülders, Safi Nacef, Gordon Schiefer, Luca Wagner, Nick Wolschendorf, Coaching: Philipp Boeck

Das Ergebnis: SV Neptun Aachen vs. Moerser SC   3:1,25-22-17,21-25,25-18

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