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Pokalsieg vs. Delbrück, Adler im Finale !

Zunächst etwas holprig, dann klar qualifiziert ...

Im Pokalhalbfinale gegen die DJK Delbrück entpuppten sich die Gäste aus dem Münsterland erneut als unbequeme Kontrahenten, die am Dienstagnachmittag im ENNI Sportpark über weite Strecken für Spannung sorgten, schließlich aber im Tiebreak „klein bei“ geben mussten. Der MSC gewinnt mit 3:2 Sätzen und empfängt schon am Sonntag (16.00 Uhr im ENNI) den VV Humann Essen zum Pokalfinale.

MSC Trainer Martin Schattenberg war erneut mit seiner schon „traditionellen“  Startsechs ins Rennen gegangen, hatte im Bereich Mittelblock aber Oskar Klingner den Vorzug gegeben. Im Zuspiel Jonas Hoppe, auf der Diagonalen Lenard Exner, in der Annahme Lukas Schattenberg und Daniel Wernitz und in der Mitte David Seybering. Auf der Liberoposition weiter Philippe Scheiffarth.

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Oskar Klingner setzt sich in der Mitte durch ...

Zunächst ordentlicher Start des MSC-Teams mit 5-2 und 11-7 Führung – dann aber lange Gesichter im ENNI: zwei „Luschen“ im Angriff, einmal kräftig in den Delbrücker Mittelblock, 13-13 ... und die Feiertagsstimmung begann zu bröckeln. Dann die Annahme etwas weniger präzise und bei 14-16 die erste Auszeit von Trainer Schattenberg. Immerhin Ausgleich bei 19 nach einem Aufschlag „Dreierpack“ von Lukas Schattenberg. Bei 20-21 erneute Auszeit vom MSC-Trainer – es folgt ein Technik- und ein Annahmefehler. Bei 21-24 kommt nach einer Mega-Rallye, die Daniel Wernitz mit Mut abschließt, noch Hoffnung auf – ein Aufschlagfehler bringt aber das traurige Ende.

Im 2. Durchgang kommt Andreas Tins für David Seybering in die Partie, Chris Schäperklaus kommt für Lenard Exner auf die Diagonale. Das MSC Team weiter hoch motiviert und entschlossen zur 5-0 (!) Führung – Auszeit von Delbrück. Delbrück holt auf 8-7 (erneuter Technik-Fehler bei Moers, einmal gegen die Antenne  und einmal ins Aus) auf, muss aber bei 11-8 ein Ass von Daniel Wernitz hinnehmen: 12-8. Delbrück mit zwei Aufschlagfehlern in Folge, der MSC nun stabiler und nach einem „Shot“ von Daniel Wernitz erneut bei 19-15 mit 4 Punkten Vorsprung. Niklas Kotte kommt für Chris Schäperklaus. Das Spiel weiterhin stabil: Moers bei 23-19 weiter mit 4 Punkten Vorsprung und – etwas ungewöhnlich – Niklas Kotte wieder zurück auf die Bank. In der Schlussphase hilft Delbrück mit einem weiteren Aufschlagfehler zum Satzgewinn.

Schäperklaus wirkt

Im 3. Durchgang Schäperklaus weiter auf dem Feld. Nur im ersten Drittel bis 6-6 ausgeglichen, dann Aufschlagfehler Delbrück, Schäperklaus „locht“ zum Minibreak ein, nach einem weiteren Aufschlagfehler Auszeit von Delbrück bei 12-8 Führung für den MSC. Die Adler dominieren, Schäperklaus mehrfach erfolgreich. Bei 20-15 kommt Henning Hogenacker in die Partie. Lukas Schattenberg sorgt mit zwei weiteren guten Aufschlägen für Unruhe bei den Gästen – diese mit zwei weiteren Aufschlagfehlern ... und dann ein schnelles Ende.

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Chris Schäperklaus macht außen zu ...

Der vierte Durchgang (weiter mit Hogenacker und Tins) früh mit 0-3 und 1-4 Rückstand. Bei 7-8 hat Delbrück mit zwei weiteren Fehlern im Bereich Aufschlag geholfen, dann der MSC mit Hoppe-Soloblock zum Ausgleich. Die Hoffnung auf eine Wende verflüchtigt sich schnell. Moers drucklos, nach einer weiteren langen Rallye Moers in den Block zum 10-13 Rückstand. Bei 11-16 kommt Lenard Exner für Chris Schäperklaus zurück, bei 14-18 kommt Wernitz für Hogenacker wieder in die Partie – aber die Fehler auf Moerser Seite bleiben. Delbrück weiter mit Vier-Punkte-Vorsprung ... der sich nach weiteren leichten Problemen in der Annahme sowie beim Abschluss (letzter Ball bei 18-24 in den Block gehämmert) auf sieben Punkte erhöht. 

Adler mit Superstart im Tiebreaker

„Gemeiner“ Aufschlag von Jonas Hoppe zum 1-0, Fehler von Delbrück zum 2:0 und die MSC-Wechselspieler intonieren: „A – U – eS – jetzt gibt´s Stress“. In der Tat: nach einem „Aufschlaghammer“ von Lukas Schattenberg 4-1 Führung und 1. Auszeit von Delbrück bei 1-5 Rückstand – Exner hat noch zugeschlagen. In der Folge der MSC immer mit der richtigen Antwort – bei 10-4 die 2. Auszeit von Delbrück. Moers souverän: Block Klingner, "Hammer" Schattenberg, zwei Delbrücker Fehler und am Ende ein Ass von Klingner.

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Daniel Wernitz rutscht in die Bande ...

Fazit: Der MSC nicht immer mit Glanz und auch mit unnötigen Fehlern. Aber nach der Strapaze am Wochenende wurden zum richtigen Zeitpunkt die nötigen Kräfte mobilisiert. Lukas Schattenberg mit wichtigen Punkten – vor allem mit erheblichem Druck beim Aufschlag. Oskar Klingner in der Mitte sehr erfolgreich – die Wechselspieler (Tins, Schäperklaus, Kotte, Hogenacker) enttäuschten nicht. Vor über 200 Zuschauern in Anbetracht der Gesamtsituation doch eine ordentliche Leistung, welche die Adler verdient ins Finale bringt.

Stimmen: 

Ulrich Kussin, Trainer Delbrück: „Wir haben uns mit dem Aufschlag schwer getan – der kam nur zu Anfang, dann haben wir reihenweise vergeben. Auch in der Annahme fehlte die Konstanz, sodass wieder einmal der Komplex Aufschlag/Annahme Defizite zeigte. Wir brauchen einfach noch mehr Spielpraxis, hätten gerne am nächsten Sonntag noch einmal „Spielpraxis“ gehabt – aber Moers hat dann doch verdient gewonnen.“

MSC-Trainer Martin Schattenberg: „Wir mussten heute einige Wechsel vornehmen – das lange Wochenende hat doch seinen Tribut gefordert. Einige Phasen haben an den Sonntag erinnert, da fehlte es an der Konzentration. Gut war, dass auch die „anderen“ Spieler gewinnen können ... und dass wir nach dem ärgerlichen 4. Satz im Tiebreaker doch Charakter gezeigt haben. Da hat jeder noch einmal Gas gegeben.“

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... und "Wischerin" Alba räumt wieder auf.

Jonas Hoppe: „Also, tja, hm ... es war ein zähes Spiel.  Nach dem Wochenende fehlte zwischendurch ein wenig die Energie, wir waren nicht so spritzig wie man es sonst sieht. Ich habe zwischendurch ein Ziehen im Oberschenkel gespürt – die Belastung war doch groß. Aber es geht schon wieder ...“

Oskar Klingner: „Man hat gemerkt, dass beide Teams phasenweise ein wenig ausgelaugt wirkten. Wir hatten zwei Spiele am Wochenende, Delbrück hat in Giesen gespielt. An einigen Stellen war unser Spiel nicht ganz so attraktiv. Ich sag mal: der Geist war willig, aber das Fleisch war schwach. Ich meine aber, dass wir eigentlich immer das Heft in der Hand hatten – im Tiebreaker haben wir dann ein ordentliches Spiel gezeigt und waren nicht mehr zu stoppen.“

Das MSC Aufgebot: Lenard Exner, Henning Hogenacker, Jonas Hoppe, Oskar Klingner, Niklas Kotte, David Seybering, Lukas Schattenberg, Chris Schäperklaus, Philippe Scheiffarth, Andreas Tins, Daniel Wernitz, Trainer: Martin Schattenberg, Team Manager: Klaus Schmidt-Kotte, Physio: Jörn Becker

Das Ergebnis: Moerser SC vs. DJK Delbrück   3:2,23-25,25-20-17,18-25,15-6

Weitere Impressionen vom Spiel in der Photogalerie

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