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Fünf Fragen an MSC Trainer Martin Schattenberg

Wie geht es beim MSC nach dem Aufstieg in die 2. Liga weiter ...?

Fast Abstieg aus der Regionalliga, danach Aufstieg in die Dritte Liga und nun gleich weiter in die 2. Bundesliga. Der MSC auf dem Weg noch weiter nach oben ...? Wie beurteilt Trainer Martin Schattenberg die Lage – jetzt und für die Zukunft? Dazu einige Fragen an den Erfolgscoach.

Frage: Herr Schattenberg, war der Weiteraufstieg in die 2. Liga schon vor der Saison ausgemachtes Ziel ...?

Schattenberg: Es gab zum Saisonbeginn zunächst eine Phase der Neuorientierung (neuer Trainer, neuer 1. Zuspieler mit Jonas Hoppe, neuer Spieler auf der Liberoposition, zudem Verletzungen -Mingers an der Hand, Niemiec noch nicht spielberechtigt-) ... aber auch Gewissheit, dass wir in der 3. Liga auf jeden Fall mithalten können. Wir waren nicht sofort topp, haben dann aber die Rolle des Jägers (auf Aachen und Lüneburg) übernommen, wobei wir an Konstanz zulegen und unser mannschaftliches Zusammenspiel verbessern konnten. 

Frage: Welche Faktoren waren denn ausschlaggebend für die stetige Verbesserung?

Schattenberg: Wir haben über die Netzmitte mit David Seybering und Andreas Tins immer effektiver und mit Lukas Schattenberg und Nick Niemiec auch über Außen sehr wirkungsvoll angreifen können. Moritz Müller konnte als Libero die Annahme und die Abwehr stabilisieren. 

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Neu orientieren ...

Nach den Siegen über Aachen und Lüneburg waren wir dann definitiv in der Rolle des Gejagden und haben immer wieder Nervenstärke gezeigt. Vor allen Dingen dann, wenn es darauf ankam (Satz- und Matchbälle in Ammerland, Bonn und Baden/Bremen gegen uns abgewehrt) waren wir „da“ und haben keine Fehler mehr gemacht. Von daher – absolut verdienter Aufstieg.

Frage: Wie geht es nun weiter, wie gestaltet sich die aktuelle Situation?

Schattenberg:  Wir verlieren mit Frederik Mingers (duales Studium in Frankfurt/Mannheim) und Marc Piskun (Trainingsaufwand für die 2. Liga durch berufliches Engagement evtl. zu hoch)  ziemlich sicher zwei Spieler. Großes Fragezeichen steht hinter dem Verbleib von Nick Niemiec. Es bleiben mit Sicherheit Jonas Hoppe und Niklas Kotte im Zuspiel, David Seybering und Andreas Tins in der Mitte, Lukas Schattenberg, Moritz Müller und Chris Schäperklaus, der trotz noch unklarer Studiensituation unbedingt für uns weiter spielen möchte.

 

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Blick zurück: der damalige Trainer Chang Cheng Liu (2012) mit Lukas Schattenberg und Henning Hogenacker ...

Momentan trainiert als "Neuzugang" Henning Hogenacker (Annahme/Außen) nach längerer Spielpause (hat alle Jugendstationen im MSC durchlaufen, war dann für den Rumelner TV in der 2. Liga aktiv und hat nach einer Verletzung und ausbildungsbedingt die Volleyballschuhe ruhen lassen) wieder mit, zudem Nils Becker (letzte Saison Jugend in der MSC U20 und beim Drittligakonkurrenten Fortuna Bonn aktiv) auf der Diagonal- oder Außenposition. Gleiches gilt für Lenard Exner, der beim Ligakonkurrenten Hörde in der letzten Saison am Ball war. Hier heißt die Devise aber: abwarten.

Frage: Welche Positionen müssten noch besetzt werden?

Schattenberg: Gesucht wird vor allem ein Libero und ein dritter Mittelblocker. Allerdings sollten dies vorrangig Spieler sein, die auch in unser Konzept („Moerser Modell: Studium/Ausbildung/Beruf und Leistungssport unter einen Hut.“) passen und die gewillt sind, ihre Qualität weiterhin zu verbessern.

 

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Abwägen ...

Zum anderen gilt es auch, im eigenen Verein die Nachwuchsarbeit zu stabilisieren: Der Trainingskader wird deswegen wie bisher durch hoffnungsvolle Nachwuchstalente aufgefüllt, wie Luca Wagner oder Nick Wolschendorf, die aber auch in der kommenden Saison Spielpraxis in der 2. Mannschaft (Verbandsligaaufsteiger) bekommen sollen. Zusätzlich könnten diesbezüglich auch die WVV-Auswahlspieler Veit Bils und Moritz Liebisch den nächsten Schritt in ihrer spielerischen Entwicklung machen.

Frage: Wie sieht der Trainer die Zukunft der Mannschaft – und welche Ziele gibt es nach zwei Aufstiegen hintereinander ...?

 

Schattenberg: Da wollen wir zunächst ganz bescheiden auftreten – das hat uns vor der Drittligasaison auch gut getan. Wir müssen versuchen kurzfristig nach der Trainingspause so in Form zu kommen, dass wir den Bezirkspokal gewinnen. Danach beginnt dann die eigentliche Vorbereitung auf die kommende Saison: ich würde mir wünschen, dass wir möglichst schnell unseren Kader zusammen bekommen, wobei wir unser Hauptaugenmerk weiterhin auf eine stabile Annahme legen müssen.

 

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Weiterhin engagiert auftreten ...

Mannschaftstaktisch werden wir an der Durchschlagskraft aus dem Hinterfeld arbeiten (sowohl Pipe – durch die Mitte - als auch über die Position I), um das wahrscheinlich höhere Blockniveau in Liga II zu kompensieren. Die Frage der Zielsetzung lässt sich in meinen Augen erst dann endgültig beantworten, wenn wir wissen, wer für uns ans Netz geht. Erstes Ziel ist nicht direkt wieder absteigen, zumal die gerade abgelaufene Saison gezeigt hat, wie groß die Leistungsdichte dort ist, denn am letzten Spieltag konnten noch fünf Teams direkt absteigen. Ansonsten freuen wir uns auf die "neuen" Gegner, wobei allen klar ist, dass vor allem die Anreisebelastung als auch die Anzahl der Spieltermine (14er Staffel) deutlich gestiegen sind. Da kommen die "Nachbarschaftsduelle" mit Humann Essen und TuB Bocholt natürlich sehr gelegen.

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