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U18 im NRW Spitzenquartett

Bei der Landesmeisterschaft Ziel erreicht, aber mit einem Quäntchen Glück wäre ...

Jede Menge harte Konkurrenz beim Turnier um die WVV Meisterschaft  der mU18 in Solingen. Das MSC Trainerteam Philipp Boeck/Christan Schmidt hatte die Parole „kleines oder großes Finale“ ausgegeben, konnte nach Turnierende „mit Platz vier leben“. Man hätte aber mit „ein wenig Glück“ auch weiter oben landen können.

Allerdings gab es in der Runde der besten 12 Teams in NRW ganz starke Mitbewerber um die Plätze „ganz oben“: Bocholt mit einem unerhört starken Aufgebot ohnehin favorisiert, danach fünf oder sechs starke Teams mehr oder weniger „auf Augenhöhe“. Schon in der Vorrunde zeigte der TSC Münster Gievenbeck dem MSC die Zähne und erzwang einen Tiebreaker ...

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Lukas Kneilmann auf der Libero-Position stark "beschäftigt" ...

Das Trainerteam Philipp Boeck/Christan Schmidt hatte zum Turnierstart gegen die DJK Delbrück folgende „Sieben“ nominiert: im Zuspiel Lukas Salimi, auf der Diagonalen Tim Eikermann, in der Annahme Nick Wolschendorf und Moritz Liebisch, in der Mitte Niklas Mülders und Veit Bils sowie auf der Liberoposition Lukas Kneilmann.

Das MSC Team begann konzentriert und mit Plan, profitierte zunächst von den sicheren Aufschlägen von Nick Wolschendorf und holte sich eine schnelle 5-0 Führung. Auszeit Delbrück, der MSC in der Folge weiter dominant, erweitert nach Mülders-Aufschlagserie auf 12-1 (wieder Auszeit Delbrück). Bei 16-3 bringt Trainer Boeck im Zuspiel Nils Damrath für Lukas Salimi, auch Jan Schliekmann kommt ins Feld. Der Satz wird souverän beendet. 

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Wirksamer Eikermann/Mülders Block ...

Im 2. Durchgang ist Tim Erlacher in der Startsechs. Zunächst 4-1 und 11-8 Führung, dann aber Nachlassen in der Konzentration und Einstand bei 12. Bei 14-14 kommt Jan Schliekmann wieder in die Partie. Druckvolle Aufschläge von Sebastian Bathen, Delbrück mit Annahmeproblemen ... und schnell auf 21-14. Problem gelöst.

Gute Technik bestraft ...

In der 2. Partie schon früh die Erkenntnis, dass mit Münster-Gievenbeck ein anderes Kaliber auf dem Feld ist. 2-6 Rückstand und erst ein paar harte Aufschläge von Tim Eikermann sorgen für Lichtblicke. Das Team holt auf: Wolschendorf zum 8-9, ein Bils-Aufschlag bringt den Einstand. Bei 11-10 die erste Führung für Moers, bei 18-15 die erste Auszeit von Münster-Gievenbeck. Moers nun in etwa in der Spur. 

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Jan Schliekmann in Aktion ...

Der zweite Satz allerdings erneut mit erheblicher Gegenwehr von Münster-Gievenbeck. Moers bei 3-5 zurück, kann erst bei 12 ausgleichen, muss nach zwischenzeitlicher Führung mit 16-13 (Auszeit Gievenbeck) erneut den Einstand bei 18 hinnehmen. Dann zwei Eigenfehler (Annahme und Angriff) und Rückstand bei 18-20. Auszeit von Trainer Boeck – aber Moers verliert „die Linie“ – auch durch eine Reihe von fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichters: der Münsteraner Zuspieler „hebt“ den Ball zu oft aus Brusthöhe nach oben, Moerser Fußfehler (Aufschlag) übersehen, Münsteraner „touché“ Bälle nicht geahndet, den letzten Ball baggert Münster an die Deckenlampe – der Schiri erkennt es nicht. Mannschaftführer Nick Wolschendorf reklamiert immer wieder – zwecklos. Co-Trainer Christian Schmidt schlägt auf der Bank die Hände vors Gesicht.

Kurve gekriegt ...

Der Tiebreaker dann einigermaßen regelkonform, 3-0, 5-2 und 8-5 Führung für das MSC Team, das nun konsequenter die Chancen nutzt und den Dreipunkte-Vorsprung über 12-9 und 13-10 halten kann. Stark im letzten Durchgang Multi-Athlet Tim Eikermann und Außenangreifer Nick Wolschendorf. Nach 14-10 Führung dann mindestens zwei unnötige Fehler (Aufschlagfehler, Annahme völlig verbaggert) und ein nicht zu stoppender Angriff des starken Münsteraner Diagonalspielers. Trainer Boeck mit Auszeit bei 14-12 und noch einmal bei 14-13. Dann Wolschendorf zum Satz- und Sieg-punkt.

Mit dem engen Spielausgang gegen den TSC Münster-Gievenbeck war der MSC dann gewarnt – das Team  ging sehr konzentriert in die Partie gegen den VoR Paderborn. Im ersten Durchgang problemlos, im 2. Satz eine hartnäckige Auseinandersetzung, die das Team von Trainer Philipp Boeck erst in der Schlussphase für sich entscheiden konnte. Großer Jubel beim MSC-Anhang – mit den drei Siegen hatte man sich in das Halbfinale vorgearbeitet und musste nun gegen den VV Humann Essen antreten. 

Gegen Humann „Spitz auf Knopf“ ...

Wie nicht anders zu erwarten gab es gegen den VV Humann Essen ein außerordentlich enges Spiel: ein starker Gegner mit einer Reihe von Spielern aus dem Essener Landesligateam -  in der NRW-Liga hatte es für den MSC eine klare Niederlage gegen die „Humänner“ gegeben. Die ersten beiden Sätze ausgeglichen (auch von den Satzergebnissen), wenn auch beim MSC Schwächen im Bereich Abwehr (Block/Feldverteidigung) registriert wurden und der Aufschlag nicht „wie gewohnt“ druckvoll kam. 

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Tim Eikermann immer mit Druck ...

Aber das MSC Team kämpferisch stark, weiterhin bemüht sich nach vorne zu spielen. Dies gelang im Tiebreaker zumindest in der ersten Hälfte: nach einer 6-3 Führung große Hoffnungen beim MSC, dem es aber dann weiterhin nicht gelang, den starken Essener Angriff „in den Griff“ zu bekommen. Essen dagegen auch in der Verteidigung stark und nach dem Seitenwechsel jede Gelegenheit zum Gegenangriff nutzend. Damit war der (heimliche!) Traum vom Erreichen des Finales ausgeträumt. Co-Trainer Christian Schmidt hernach: „Da fehlte uns ein wenig Momentum ein Quäntchen Glück zum richtigen Zeitpunkt.“

Im „kleinen Finale“ (um Platz drei) gegen den FCJ Köln war „dann etwas die Luft raus“, so Trainer Philipp Boeck später. Moers doch ein wenig enttäuscht über die knappe Niederlage gegen die „Humänner“, Köln nach einer Mega-Leistung gegen die „Über-Bocholter“ (der letzte Satz 28-30!) noch „pumped up“ und weiter mit einer starken Vorstellung. 

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Veit Bils wachsam in der Mitte ...

Gegen den VV Humann Essen und FCJ Köln hatte das Trainerteam Boeck/Schmidt noch ein wenig gewechselt, kam dann aber wieder auf die Startsechs (siehe Spiel vs Delbrück) zurück. Co-Trainer Christian Schmidt: „Diese Mannschaft hatte sich über das Turnier so herauskristallisiert.

Platzierung nach Plan

Trainer Philipp Boeck zum Abschluss: „In den beiden letzten Spielen haben eigentlich nur Kleinigkeiten gefehlt. Gegen Humann war es ganz knapp, gegen Köln haben wir Durchhänger gehabt und sind etwas unter Wert geschlagen worden. Aber die Gegner waren stark, da kannst Du Dir keine Pausen erlauben. Der Block lebt von der Konzentration, auch der Aufschlag – bei beiden Elementen waren wir nicht durchgängig präsent genug. Dennoch hat sich die Mannschaft nach der NRW Liga und der B-Qualifikation gut weiter entwickelt.“

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Das MSC Aufgebot in Solingen - vlnr hinten: Trainer Philipp Boeck, Magnus Arens, Nick Wolschendorf, Veit Bils, Lukas Salimi, Niklas Mülders, Nils Damrath, Moritz Liebisch, Co-Trainer Christian Schmidt, vlnr vorn: Jan Schliekmann, Sebastian Bathen, Leon Lenz, Lukas Kneilmann, Tim Eikermann, Tim Erlacher

Großes Thema in Solingen nach Trainer Philipp Boeck war das Zuspiel: da waren doch einige Akteure unterwegs, deren grenzwertige Technik von den Schiedsrichtern nicht geahndet wurde. „Indirekt eine Bestrafung der guten Zuspieler,“ so Trainer Boeck, „und unnötige Irritation bei den Mannschaften, die technisch sauber agierten.“

Das MSC Aufgebot in Solingen: Magnus Arens, Nick Wolschendorf, Jonas Mülders, Veit Bils, Moritz Liebisch, Tim Eikermann, Lukas Salimi, Leon Lenz, Sebastian Bathen, Lukas Kneilmann, Tim Erlacher, Nils Damrath, Jan Schliekmann, Trainer: Philipp Boeck, Co-Trainer: Christian Schmidt

Die Ergebnisse in Solingen:

Moerser SC vs DJK Delbrück   2:0,25-11-18

Moerser SC vs TSC Münster-Gievenbeck   2:1,25-21,19-25,15-13

Moerser SC vs VoR Paderborn   2:0,25-18-23

Moerser SC vs VV Humann Essen   1:2,22-25,25-22,10-15

Moerser SC vs FCJ Köln   0:2,19-22-25

Endstand in Solingen: 1. TuB Bocholt, 2. VV Humann Essen, 3. FCJ Köln, 4. Moerser SC, 5. VC Menden/Much, 6.VoR Paderborn, 7. TSC Münster-Gievenbeck, 8. Meckenheimer SV, 9. DJK Neuss, 10. Solingen Volleys, 11. DJK Delbrück, 12. Dürener TV

Weitere Eindrücke vom U18 Turnier in der Photogalerie - Jugend

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