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Vorschau 2. Herren: Die Uhr tickt

Der Countdown läuft, das Ende ist Nahe. Nein, ich rede jetzt nicht davon, dass unsere Ü40-Fraktion nach jeder anstrengenden Aktion sofort zu Staub zerfallen könnte. Das ist uns klar, Besen und Kehrblech liegen bereit. Vielmehr wird die große Serie der Zweiten früher oder später reißen…

Vor dem Start in die neue Saison sind wir nun im 13. Monat in Folge ungeschlagen. Testspiele inklusive. Die vergangene Spielzeit lief wie auf Autopilot, mit 18 Siegen und Bestwerten in Angriff und Abwehr. Das haben wir genügend und gebührend gefeiert, doch in der neuen (Kreis-)Liga warten neue, härtere Herausforderungen.

Erschwerend kommt hinzu, dass die gut geölte Maschine von Trainer Jürgen Niephaus künftig auf eines ihrer Herzstücke verzichten muss: Adrian Thiemel nimmt eine sportliche Auszeit, bewegt sich höchstens noch bis zum Kühlschrank. Auch Michael Ballat und Patrick Weigt hinterlassen eine breite Lücke.

Die Abgänge sollen neue, teils bekannte Gesichter kompensieren. Dominik Pfeiffer (MSV Duisburg) ist der knackfrische Unbeleckte für den Rückraum, Helge Gebel und Christian Dyx sind in Moers bestens bekannt und weitgehend beliebt.

Diesen beinahe jugendlichen Anstrich (Markus Steffens, Alexander Wetzel und Corvin Gilles haben wir auch noch fehlerfrei aus der Vorsaison importiert) wollen wir dazu nutzen, um auf dem Feld verschärftes Tempo zu gehen.

Das hat in den Testspielen gegen MSV Duisburg II und VfB Homberg III phasenweise gut funktioniert, ging aber auch minutenlang nach hinten los. Das fehlt es noch an der Stabilität. Und Fehler werden jetzt nach dem Aufstieg härter bestraft.

Doch wenn wir an den Spieltagen personell gut besetzt sind und die nötige Balance aus neuem Elan und der Effektivität alter Schule finden, dann sollte uns jeder Gegner ernst nehmen.

Ein Saisonziel abseits vom recht populären Klassenerhalt zu formulieren, wäre erst einmal Unfug. In den Herbstferien sind wir schlauer, dann kann man je nach persönlicher Gemütsverfassung immer noch von Landesliga 2020 träumen oder das Navi für die Kreisklasse programmieren. Wahrscheinlicher ist sowieso ein Platz im Mittelfeld. Und das wäre vollkommen zufrieden stellend. Auch ohne neue Rekordserie.

Text: salz

Foto: van Lunzen

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