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Erste mit Betonschuhen, Zweite mit Betonabwehr

Die Bezirksliga-Handballer wurden – wieder einmal mit einem bedingt konkurrenzfähigen  Kader – in Xanten gründlich versenkt, während das Reserveteam seine weiße Weste weiterhin wahren konnte…

TuS Xanten 1M – Moerser SC 1M 34:18 (19:9)

Die Erste trat mit einem dünnen Kader-Gerippe an, das in dieser Liga noch nicht einmal als Kinderschreck taugt. Nur ein regulärer Rückraumspieler trat den Kurztrip in die Domstadt an, aber wenigstens ist die Außenbahn nicht vom Aussterben bedroht.

Mit dieser kruden Mischung war es genau wie in der Vorwoche äußerst schwer, einen Zugang zum Spiel zu finden. Doch während Bocholt noch schwächelte und wenigstens einen hässlichen, aber offenen Kampf (24:25) zuließ, machten dominante Domstädter kurzen Prozess.

Nach erfreulichem Auftakt (3:3) hieß es schnell 4:11, da waren die Betonschuhe schon angelegt und der Leichenwagen am Fluss geparkt. In der zweiten Hälfte wurde es nicht besser, immerhin konnte Qualle Kaplanek noch sein erstes Tor als Feldspieler (sic!) beisteuern. Auch Andy Peiter aus der Dritten gebühren Lob und Dank. Der Rest ist Schweigen.

Damit ist die Chance auf Ligaplatz 2 endgültig verwirkt, am letzten Spieltag in Lintfort (Samstag, 18 Uhr) sollten wir uns wenigstens etwas besser verkaufen. Immerhin gibt es noch eine spannende Entscheidung in der Liga, ebenfalls am Samstag wird der wahrscheinliche zweite Absteiger in einem Endspiel zwischen Bocholt und den ewigen Dinslakenern ermittelt. Da würde ich lieber hinfahren.

Torschützen: Vanek 4/2, Schlie 4, Peiter 3, Knapp 2, Süßer 2, Vook 1, Kaplanek 1, Oeß 1

Moerser SC 2M – KSV Kevelaer 1M 31:16 (14:11)

Das zweite Spiel im Urbi et orbi-Doppelpack des Wochenendes verlief wesentlich erfreulicher. Gegen die Defensivspezialisten aus dem Wallfahrtsort lief es aber zunächst nicht rund.

Die Gäste spielten eine anspruchsvolle erste Hälfte, sicherten sich mit elaborierten Kombinationen einen steten Torfluss und konnten sich in der Defensive auf einen starken Keeper verlassen. Bis zum 11:11 verlief die Partie komplett auf Augenhöhe, mit einem kleinen Vorsprung ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel herrschten unmittelbar klare Verhältnisse. Unsere Deckung zeigte sich wesentlich aufmerksamer, fing viele Pässe vor der Endstation ab. Den KSV-Würfen fehlte es zudem zunehmend an Präzision. Die Folge: Tempogegenstoßtraining, schnelle Erfolge, nach 35 Minuten war die Motorradmesse gelesen (19:11).

Das Spiel nahm fortan einen deutlichen, aber auch stets fairen Verlauf. Der umsichtige Schiri kam mit nur drei Zeitstrafen aus. Insgesamt war es eine geschlossene Teamleistung, Kreisläufer Helge Gebel feierte zudem sein Debut (ohne Wertung). Im Anschluss übergab MSC-Vertreter Wilfried Harnacke noch eine großzügige Aufstiegsprämie (vielen Dank!), auch die überreichten Medaillen vom Handballkreis machen sich gut als künftiges Erbstück.

Am kommenden Samstag wollen wir die erfolgreiche Saison noch krönen und mit einem Sieg in Bedburg ohne Punktverlust die Spielzeit abschließen. Optimalerweise mit einem etwas konzentrierteren Auftritt als im Hinspiel.

Torschützen: R. Kolassa 5/2, Gilles 4/1, Krieger 4/1, Gossow 4, Thiemel 4, S. Kolassa 3/1, Wetzel 3, Mindel 2, Bosch 1, Gebel 1

Text: salz

Fotos. van Lunzen

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